Zeckenplage im Garten – Was tun?

Sind die Weibchen erstmal vollgesogen, sind sie zur Eiablage bereit. Foto: Pixabay (public domain)
Hunde- und Katzenbesitzer kennen das schon: Zecken können - nicht nur in Wäldern und Feldern - zu einer regelrechten Plage werden. Auch im Garten sind die Spinnentiere häufig in Massen anzutreffen. Wie sie die Zecken loswerden oder zumindest ihre Anzahl dezimieren können, erfahren Sie hier.

Zeckenstiche sind nicht nur unangenehm, sondern können auch lebensbedrohlich werden oder zumindest gesundheitliche Langzeitschäden verursachen. Zwei Krankheiten werden durch den Stich einer Zecke übertragen, die dem Menschen gefährlich werden können: die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Um die Gefahr einer wachsenden Zeckenpopulation im heimischen Garten einzudämmen, sollten folgende Tipps beherzigt werden:

Rasenflächen immer kurz halten

Je kürzer der Rasen gehalten wird, desto schneller trocknet er morgens ab und das Licht erreicht auch den Boden. Zecken mögen das gar nicht und werden dadurch vergrämt.

Sträucher auslichten

Da sich Zecken bis in einer Höhe von 1,50 Meter aufhalten können, ist es neben dem Rasenmähen ebenfalls sehr wichtig, Sträucher und Büsche zurückzuschneiden und auszulichten. Auch die Laubschicht unterhalb von Bäumen, Büschen und Sträuchern sollte entfernt werden, da Zecken es feucht und dunkel mögen und sich bei kühlen Temperaturen unterhalb von etwa 8 Grad Celsius in die schützende Laubschicht zurückziehen.

Wildtiere ausgrenzen

Igel, Füchse, Mäuse und Vögel haben als Wirtstiere eine große Bedeutung für die Verbreitung von Zecken. Eine dichte Umzäunung verhindert zumindest das Eindringen von größeren Wildtieren in den heimischen Garten und somit den Eintrag von Zecken.

Zecken abschrecken

Um Zecken den Aufenthalt im eigenen Garten madig zu machen, soll das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen helfen: Rainfarn, Katzenminze, Schmalblättrige Lavendel, Rosmarin und Dalmatinische Insektenblume sollen zu den Blumen gehören, deren Geruch Zecken nicht leiden können und folglich deren Bereiche meiden.

Letztes Mittel: Pestizide

Nimmt die Zeckenplage im Garten überhand, so dass man ihn nicht mehr betreten kann, ohne solch saugende Exemplare mit ins Haus zu schleppen, hilft nur noch der Griff zum Pestizid aus dem Fachhandel oder auch den Ruf des Schädlingsbekämpfers. Im Handel sind sogenannte Zeckenrollen erhältlich, die darauf abzielen, bereits den häufigen Erstwirt von Zecken – Maus und Co. – von den Parasiten zu befreien.

Sprays und Lösungen, die großflächig auf dem Rasen und den Sträuchern verteilt werden, sind ebenfalls erhältlich. Sie wirken durch ein Nervengift und töten die Zecken.

Trotz allem wird ein Garten, vor allem wenn er naturnah angelegt ist oder in ländlicher Umgebung liegt, sehr wahrscheinlich nie gänzlich zeckenfrei sein. Deshalb sollte ein gründliches Absuchen auf Zecken nach einem Aufenthalt im Garten zur täglichen Routine gehören.

Zeckenbiss, was nun?

Keinesfalls sollte man den festgesaugten Zecken mit Hausmitteln wie Nagellack, Haarspray, Klebstoff oder Öl zu Leibe rücken. Das kann schnell nach hinten los gehen. Auch das Entfernen mit den Fingern ist nicht besonders ratsam. Hier kann es schnell passieren, dass der Kopf der Zecke im Körper stecken bleibt. Lieber sollte man sich eine Zeckenzange oder -schlinge zur Hilfe nehmen. Sollten sich trotz frühem Entfernen der Zecke eine Wanderröte oder grippeähnliche Symptome einstellen, sollte auf schnellstem Wege ein Arzt aufgesucht werden.

Anzeigen
Anzeigen