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Winterfütterung von Vögeln – NABU gibt Tipps

Fettfutter für Vögel zur Winterszeit. Foto: NABU/Helge May
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Die niedrigen Temperaturen machen nicht nur dem Menschen zu schaffen, auch Vögel versuchen jetzt ihre Energiereserven immer wieder aufzufüllen. Viele Menschen möchten im Garten eine Futterstelle einrichten. Der NABU ruft dazu auf, beim Füttern von Wildvögeln im Winter einige Ratschläge zu beherzigen um den Tieren nicht zu schaden.

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Die Frage, ob Vögel im Winter überhaupt gefüttert werden dürfen, beantwortet der NABU mit einem klaren Ja. „An der Futterstelle können die verschiedenen Arten perfekt beobachtet werden – das macht nicht nur Spaß, sondern vermittelt auch Artenkenntnis“, sagt Marlies Gräwe, Leiterin der NABU-Regionalgeschäftsstelle Südost-Niedersachsen. „Gleichzeitig sollte klar sein, dass die Vogelfütterung die Probleme der Vogelwelt nicht löst. Einen naturnahen Garten, eine giftfreie Landwirtschaft und ein reiches Angebot an Nistmöglichkeiten können durch ein paar Futterhäuschen nicht ersetzt werden.“

Um die Winterfütterung zu erleichtern, hat der NABU drei goldene Regeln zur Winterfütterung zusammengestellt:

Erste goldene Regel:

Keine Speisereste vom menschlichen Speiserest verfüttern – am gefährlichsten sind gesalzene Speisen!

Zweite goldene Regel:

Artgerechtes Futter für die Vögel verwenden: Energiereiche Samen und Nüsse sind am besten geeignet. Dazu zählen Hafer, Maisflocken, Sonnenblumenkerne (geschält und ungeschält), andere Saaten, Erdnüsse (ungesalzen!), Haselnüsse, andere Nüsse, auch Haferflocken als Streu- und Futtersäulenmischungen. Ganz wichtig: Die Mischung macht´s! Damit Feinfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Erlenzeisig nicht ausgeschlossen werden, sollten keine ausschließlichen Fütterungen mit nur einer Futtersorte erfolgen. Das Futter sollte frei sein von Samen der gefährlichen Ambrosiapflanze.

Dritte goldene Regel:

Keine Massenfutterplätze einrichten – sie begünstigen die Verbreitung von Krankheiten! Besser als große Futterhäuser sind Futtersäulen und Futtertrichter und auch Kleinfutterhäuser, in denen das Futter trocken nachrutschen kann und gegen Verschmutzung geschützt ist. Mehrere Futtersäulen und -trichter in Abstand zueinander anbringen, damit viele Vögel die Chance haben, sie zu nutzen. Amseln, Wacholderdrosseln und andere Arten nutzen das herunterfallende Futter. Diese Plätze täglich säubern. Für Fasane oder Rebhühner können so genannte „Bodenschütten“ aufgestellt werden, in denen das Futter ebenfalls nachrutscht, und die auch an Feldhecken und Waldrändern aufgestellt werden können. An ihnen sammeln sich oft auch Mäuse – eine willkommene Nahrung für die hungernden Greifvögel und Eulen!

Mitmachen – die Stunde der Wintervögel

Wer Spaß und Freude an der Beobachtung von Wintervögeln hat, seine Artenkenntnis auffrischen, sich an einer wissenschaftlichen Datenerhebung beteiligen möchte oder den Vögeln einen Futterplatz bieten möchte, dem empfiehlt der NABU, sich bereits den Termin der kommenden Stunde der Wintervögel 2018 zu notieren. Die achte bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ findet vom 5. bis 7. Januar 2018 statt: Der NABU und die Naturschutzjugend NAJU rufen Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park auch in Südostniedersachsen zu zählen und zu melden.

Der NABU Niedersachsen bietet zur Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ ein Infopaket an mit allen weiteren Informationen samt Zählhilfe und Wintervogelporträts sowie Tipps zur Winterfütterung. Gegen Einsendung eines 5-Euro-Scheins zu bestellen bei: NABU Niedersachsen, Stunde der Wintervögel, Alleestr. 36, 30167 Hannover. Informationsmaterialien können nach telefonischer Absprache unter Tel. 05341-902 77 16 auch direkt im NABU-Büro im Stadtteilzentrum AWiSTA Fredenberg (Kurt-Schumacher-Ring 4, 38228 Salzgitter) abgeholt werden.

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