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Waschbär, Marder und Co. – Wildtiere in den Städten der Region

Auch den Waschbär zieht es ab und an in die Stadt. Fotos: Pixabay (public domain)
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Ein Marder hat sich schon wieder am Auto zu schaffen gemacht oder es raschelt nachts in der Mülltonne. Viele Menschen haben bereits Erfahrungen mit pelzigen Besuchern am oder gar im eigenen Haus gemacht. Doch wieso kommen die Tiere aus ihren natürlichen Lebensräumen in besiedelte Gebiete? Wir haben bei der NABU Regionalgeschäftsstelle Südostniedersachsen nachgefragt.

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„Den NABU erreichen aus der Region insbesondere Anfragen von Garten- oder Hausbesitzern, die ungebetenen Besuch von Waschbär oder Steinmarder erhalten haben und sich informieren möchten, was sie unternehmen können. Ein reiches Nahrungsangebot und vielfältige Strukturen in der Stadt einerseits, aber auch die Verschlechterung der natürlichen Lebensräume durch den Menschen sind sicherlich Gründe, weshalb Wildtiere den Siedlungsbereich für sich entdecken“, berichtet Marlies Gräwe vom Naturschutzbund Niedersachsen.

Marder machen sich vor allem gerne über Kabel in geparkten Autos her.

„Der Waschbär stammt ursprünglich aus Nordamerika, der Mensch hat ihn hier eingeführt und sogar ausgesetzt. Seitdem breitet er sich aus, da er hier keine natürlichen Feinde besitzt. Er durchwühlt Mülltonnen auf der Suche nach Nahrung und ist ein sehr guter Kletterer, daher kann auch er Zugänge zum Dachboden nutzen.“, weiß sie zu ergänzen.

Wer also zu Hause des Öfteren Besuch von unerbetenen Gästen bekommt, weiß jetzt zumindest etwas mehr über die Gründe eben dieser. Aber der Naturschutzbund hat auch selber noch ein paar praktische Hinweise, wie man geeignet auf die Tiere reagieren kann.

Unter den Internetadressen https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/sonstige-saeugetiere/18751.html und https://berlin.nabu.de/tiere-und-pflanzen/wildtiere-in-der-stadt/index.html lassen sich Umgangsformen und Tipps zum Umgang mit Mardern, Waschbären und Co. einholen.

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