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Tipps gegen Mief und Maden – Die Biotonne im Sommer

Beim Befüllen der Biotonne gibt es im Sommer einiges zu beachten. Foto Pixabay (public domain)
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Ein jeder kennt's! Kaum steigen die Temperaturen, umgibt die Biotonne ihr unverwechselbarer Duft. Und auch scheint es oft in der Tonne nur so von Maden zu wimmeln. Doch das muss nicht sein. Mit unseren Tipps entwickelt Ihre Tonne (hoffentlich) kein Eigenleben.

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Zum Umgang mit der Biotonne im Sommer geben alljährlich die Kommunen, die Abfallwirtschaft sowie die städtischen Reinigungsbetriebe, wie die Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS), Tipps heraus, damit die Biotonne nicht zum müffelnden Übel wird. Darüber hinaus hat zum Beispiel Braunschweig von März bis November die wöchentliche Leerung der Biotonne eingeführt.

Ursache für Gerüche und Maden: ein Übermaß an Feuchtigkeit

Damit die Feuchtigkeit in der Biotonne nicht überhand nimmt, reichen ein paar zusätzliche Handgriffe aus.

Zuallererst gilt es zu beachten, dass in die Biotonne auch wirklich nur Grasschnitt und Bioabfälle eingefüllt werden.

Plastikbeutel gehören nicht zum Bioabfall. Foto: Alexander Dontscheff

Plastiktüten, wie hier auf unserem Foto zu sehen, haben genau wie Windeln, Blumentöpfe oder auch Glas und Metall, nichts in der Biotonne zu suchen. Auch kompostierbare Plastiktüten gehören nicht in die Biotonne: Sie verrotten zwar, aber zu langsam für die Kompostieranlagen. So müssen sie nach der Kompostierung mühsam per Hand aus dem fertigen Kompost entfernt werden. Zudem sind sie von normalen Plastikbeuteln nicht zu unterscheiden. Im Zweifel bleibt die Tonne stehen.

Der richtige Standort der Biotonne ist im kühlen Schatten. So verhindert man ein Aufheizen der Abfälle und somit auch eine Beschleunigung der Abbauprozesse.

Im Handel sind spezielle Papiereinsätze für die Biotonne erhältlich. Diese saugen Flüssigkeit auf. Wer es etwas günstiger mag, der gibt nach der Entleerung eine Lage geknülltes Zeitungspapier in die Tonne und wickelt auch seine Küchenabfälle (vor allem nasse, faulende oder geruchsintensive) in geringe Mengen Altpapier. Das hat denselben Effekt. Hochglanzpapier ist dafür ungeeignet und sollte generell nicht in der Biotonne landen. Grasschnitt sollte vor dem Einfüllen in die Tonne etwas angetrocknet sein.

Um den Inhalt der Biotonne aufzulockern, empfiehlt es sich, immer wieder eine Schicht Strukturmaterial wie Baum- und Strauchschnitt in die Tonne zu geben. So wechseln sich nasse mit trockenen Abfällen ab und der Abfall verdichtet sich nicht. Auf diese Weise verhindert man, dass es zu zusätzlichen Fäulnisprozessen kommt, die für den unangenehmen Geruch der Biotonnen verantwortlich sind.

Bereits in der Küche muss darauf geachtet werden, dass Fliegen ihre Eier nicht auf den Küchenabfällen ablegen können. Dazu eignen sich am besten verschlossene Sammelgefäße, die noch dazu täglich in die Biotonne entleert werden. Auch die Biotonne sollte stets geschlossen gehalten werden, damit keine „Einflugöffnung“ für Fliegen entsteht. So sollte es gar nicht erst zu einem Madenbefall der Tonne kommen.

Zu guter Letzt sollte die Biotonne nach der Leerung gereinigt werden.

Was tun, wenn es schon Maden und Gerüche gibt?

Hat man doch einmal ungebetene Gäste in seiner Tonne entdeckt oder ein Geruchsproblem, so ist dies natürlich nicht gerade ein Vergnügen. Jedoch handelt es sich eher um ein ästhetisches als um ein hygienisches Problem.

Um die Feuchtigkeit zu binden, den Fäulnisbakterien und Maden den Gar aus zu machen, kann man etwas Algenkalk oder Gesteinsmehl (Gartenfachhandel oder Baumarkt) in die Tonne streuen.

Eine dünne Schicht Erde (drei bis fünf Zentimeter) hindert die geschlüpften Maden daran, an den Behälterrand vorzudringen. Auch mit Essigwasser oder reinem Essig am Tonneninnenrand verleidet man den Maden die Flucht aus der Tonne.

Den Maden selbst kann man durch das Besprühen mit einer Lösung aus Spülmittel, Wasser und etwas Spiritus beikommen. Nach Leerung der Biotonne, spült man die in der Tonne verbliebenen Maden einfach mit in die Kanalisation.

Die Alternative zur Biotonne: Der Komposthaufen

Wer über einen Garten verfügt, der kann sich häufig eine Biotonne sparen. Mit einem Komposthaufen in einer schattigen Ecke lässt sich auf einfache Art und Weise eigener Kompost herstellen, der nach etwa einem Jahr dem Garten zu Gute kommt. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie bald hier auf regionalLeben.de.

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