Tipps bei Frost – Die Biotonne im Winter

Damit die Biotonne auch im Winter zuverlässig entleert werden kann, gibt es einiges zu beachten. Foto: Alexander Dontscheff
Der Winter hat mit seinen frostigen Tagen und Nächten nun endgültig Einzug gehalten und stellt uns nicht nur auf Wegen und Straßen vor Herausforderungen. Auch bei der Müllabfuhr macht sich der Frost bemerkbar: Die Biotonne kann nicht oder nur teilweise entleert werden, weil ihr Inhalt festgefroren ist. Damit Sie Ihren Biomüll sicher los werden, haben wir einige Tipps der örtlichen Abfallwirtschaftsbetriebe zusammengetragen.

Die Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass der Abfallbehälter grundsätzlich schüttfähig zum Leeren bereitgestellt werden muss (§ 22 Absatz 12 Abfallwirtschaftssatzung). Bei Minusgraden frieren Bioabfälle leicht in der Mülltonne fest. Häufig seien es nasses Herbstlaub oder feuchte Gartenabfälle, welche schon bei geringem Frost am Behälterrand anfrieren. Obwohl die Schüttung am Müllentleerungsfahrzeug so eingestellt sei, dass der Behälter dreimal über Kopf gegen den Deckelöffner schlägt, passiere es, dass die Biotonnen nicht vollständig geleert werde. Die Abfallwirtschafts- und Beschäftigungsbetriebe Landkreis Peine machen auf ihrer Internetseite darauf aufmerksam, dass der Kunststoff der Abfallbehälter durch den Frost spröde werden und die Behälter bei großer Beanspruchung reißen können.

Vereisten Tonnen vorbeugen

Die beste Möglichkeit ist natürlich, die Tonne frostfrei unterzustellen und erst am Entleerungstag an den Straßenrand zu stellen. Ansonsten beginnen die Vorbereitungen mit der Tonne selbst. Je trockener die Tonne und der Abfall ist, der in die Tonne geworfen wird, umso weniger friert fest. Im Handel sind spezielle Papiereinsätze für die Biotonne erhältlich. Diese saugen Flüssigkeit auf. Wer es etwas günstiger mag, der gibt nach der Entleerung eine Lage geknülltes Zeitungspapier in die Tonne. Feuchte Küchenabfälle wie Teebeutel, Kaffeepads oder Kaffeefilter sollten erst in der Spüle abtropfen und anschließend in geringe Mengen Altpapier eingewickelt werden. Das Papier bindet die überschüssige Feuchtigkeit und sorgt zusätzlich für Luftpolster. Hochglanzpapier ist dafür ungeeignet und sollte generell nicht in der Biotonne landen. Zusammengeknülltes Zeitungspapier kann regelmäßig als Zwischenschicht in die Biotonne gefüllt werden. Der Bioabfall sollte in der Tonne nicht gestopft und verdichtet werden.

Extra-Tipp: Biomüll, der vor dem Einfüllen in die Biotonne bereits einige Zeit im Frost verbracht hat (Garten oder Balkon), also quasi vorgefrostet ist, der friert in der Tonne weniger fest.

Gefrorenen Müll lösen

Wenn es dann doch passiert ist und man vor der Abholung feststellt, dass der Müll in der Tonne festgefroren ist, dann kann man durch kräftiges Rütteln der Tonne versuchen, deren Inhalt wieder schüttfähig zu machen. Mit Hilfe eines Spatens kann zuvor der vereiste Abfall von der Innenseite der Tonne gelöst und innerhalb der Tonne aufgelockert werden. Keinesfalls sollte man zum Lösen der Abfälle heißes Wasser in die Biotonne füllen. Dieses gefriert ebenfalls und führt zu noch größeren Rückständen in der Biotonne.

Das gleiche Prozedere ist ebenso auf die Restmülltonne anwendbar. Auch hier können die eingefüllten Abfälle ein- und festfrieren.

Konnte trotz dieser Vorkehrungen ein Festfrieren der Abfälle nicht verhindert werden und die Mülltonne wurde bei der Schüttung nicht oder nur teilweise entleert, weist die Wolfsburger Abfallwirtschaft und Straßenreinigung (WAS) ausdrücklich darauf hin, dass kein Anspruch auf Extratouren besteht, um nicht entleerte Biotonnen noch einmal zu schütten. Dieses ist aufgrund der vorgenannten satzungsrechtlichen Regelungen nicht möglich.

Bei Entsorgungsengpässen

Kommt es dadurch zu Entsorgungsengpässen, besteht die Möglichkeit, selbst die Bioabfälle mit dem eigenen Auto für vier Euro pro Anlieferung zum Entsorgungszentrum Wolfsburg, Weyhäuser Weg 3 anzuliefern. Kompostierbare Bioabfallsäcke können bei der WAS oder in den Stadt- und Ortsteilsprechstellen zu einem Stückpreis von zwei Euro erworben werden, um sie bei der nächsten Biotonnenleerung daneben zu stellen.

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