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Schonzeit für Gehölze beginnt am 1. März

Ab dem 1. März gilt es besondere Vorgaben für den Rückschnitt oder das Beseitigen von Bäumen, Sträuchern und Hecken zu beachten. Symbolfotos: Pixabay (public domain)
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In drei Tagen ist es wieder so weit: Am 1. März beginnt nach dem Bundesnaturschutzgesetz die Schonzeit für Hecken, Gebüsche oder Bäume. Darauf weist unter anderem das Umweltamt der Stadt Wolfsburg in einer Pressemitteilung hin. Was das heißt, haben wir für Sie recherchiert.

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Laut Paragraph 39 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, „Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden, auf den Stock zu setzen oder zu beseitigen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.“

Das Umweltamt Wolfsburg führt dazu weiter aus, dass einer Fällung – abgesehen von der Schonzeit – auch die Baumschutzsatzung (die zum Beispiel Naturdenkmäler und Bebauungspläne betrifft) und der Spezielle Artenschutz entgegenstehen kann. Letzterer ist in Paragraph 44 des Bundesnaturschutzgesetzes zu finden und gilt immer und überall. Bei Fällungen, die im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben stehen, ist die artenschutzrechtliche Prüfung im Rahmen der Eingriffsregelung abzuarbeiten.

Tierschutz geht vor

Für die Durchführung von allen Gehölzschneidemaßnahmen sei somit sorgfältig zu prüfen, ob damit auf keinen Fall eine Fortpflanzungs- oder Ruhestätte von besonders geschützten Arten (dazu zählen alle heimischen Vogelarten sowie Fledermausarten) beeinträchtigt wird. Das Bundesnaturschutzgesetz dient also vor allem dem Schutz von Tierarten, die zur Aufzucht ihrer Nachzucht auf Gehölze angewiesen sind.

Weidenkätzchen Knospen Frühling Stauch Strauß Schneiden Foto: Pixabay (public domain)

Auch das Schneiden von Weidenzweigen auf öffentlichen Flächen für den Frühlingsstrauß fällt unter die Regelung des Bundesnaturschutzgesetzes und ist somit tabu.

Wer gegen die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes verstößt, muss mit einem Bußgeld rechnen, so das Umweltamt Wolfsburg.

Rauchen verboten

Was viele nicht wissen dürften, ist das Rauchverbot im Wald, das ab dem 1. März alljährlich in Kraft tritt. Bis zum 30. Oktober gilt das Verbot aufgrund der erhöhten Waldbrandgefahr. Bereits im Frühjahr hat die Sonne schon viel Kraft und kann durch die laublosen Zweige bis auf den Waldboden vordringen und das Laub trocknen und im ungünstigsten Fall entzünden. Die Waldbrandgefahr steigt in den trockenen Sommermonaten rapide an, so dass dann schon ein kleiner Funke für einen Waldbrand reicht.

Offenes Feuer ist in Wäldern generell tabu – ausgenommen von offiziell zur Verfügung gestellten Grill- und Feuerstellen.

Lagerfeuer Wegefeuer Wald Waldbrand Brennen Foto: Pixabay (public domain)

Ansonsten ist beim Abbrennen von offenem Feuer ein Mindestabstand von 100 Metern zum Wald einzuhalten.

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