Mit aufgestellten Wasserschalen Wildtieren helfen

Auch Eichhörnchen nehmen aufgestellte Wasserschalen gut an. Fotos: Pixabay (public domain)
Nachdem viele Städte unserer Region bereits ihre Bürger um Mithilfe beim Bewässern der Stadtbäume und -pflanzen gebeten haben, wird es höchste Zeit auch an die Tiere zu denken. Denn die Wasserquellen in der Natur werden immer rarer. Die Bachläufe trocken ein und Pfützen gibt es schon lange nicht mehr. Mit ein paar aufgestellten Wasserschälchen im Garten, auf Fensterbänken und zwischen den Sträuchern des Stadtgrüns ist vielen Tieren geholfen.

Während Vögel schnell mal einige Kilometer zurücklegen können, um an Wasser zu kommen, ziehen Igel, Eichhörnchen und Co. den kürzeren. Doch auch sie haben Durst und sind auf Wasserquellen angewiesen.

Diese lassen sich als Gartenbesitzer mit wenigen Handgriffen schaffen: Einen Blumenuntertopf, eine flache Schale, selbst ein Suppenteller kann als Tiertränke herhalten. Hauptsache das Gefäß ist kippsicher aufgestellt und kann seinen Zweck erfüllen.

Ausstiegshilfe

Damit die Hilfsaktion nicht nach hinten losgeht, gibt es beim Aufstellen einer Tränke ein paar Dinge zu beachten. Bei größeren Gefäßen ohne flachen Rand sollte eine Ausstiegshilfe in Form von einem Stein oder einem Stück Holz mit in das Wasser gegeben werden. So lassen sich tödliche Unfälle verhindern.

Für Vögel sollten die Trink- und Badeplätze so aufgestellt werden, dass sie gut einsehbar und ausreichend Platz zu Sträuchern und Büschen haben (sonst freut sich nur einer, und zwar die Katze).

Auch Igel brauchen Wasser

Möchte man anderen Tieren, wie Igeln oder Echsen eine Tränke einrichten, so sollte der Platz dafür gut geschützt liegen.Ein paar Holzscheite hindern die Schalen am Kippen und bieten, wenn sie entsprechend groß und günstig geschichtet sind, Unterschlupf. So können Igel ungestört die Wasserquelle ansteuern.

Dieser Igel lässt sich nicht wirklich stören…

Hygiene ist wichtig

Vögel nutzen die bereitgestellten Wasserquellen auch gerne zum Baden.

In der Vergangenheit breiteten sich Trichomonaden, ein Parasit, unter den Vögeln aus und tötete vor allem Grünfinken, so der NABU Niedersachsen. Im niedersächsischen Raum wie auch in Schleswig-Holstein starben hunderte Vögel an ‚Trichomonas gallinae‘, winzigen einzelligen Geißeltierchen, die auch an kleinen Wasserstellen im Trinkwasser der Vögel herumschwimmen.

Um so wichtiger ist das Säubern der Tränken, um Krankheitserreger und diesen und andere Parasiten an der Ausbreitung zu hindern. Zum Säubern der Schalen bietet sich kochendes Wasser an. Auf chemische Mittel sollte verzichtet werden. Noch simpler ist die Empfehlung des NABU: Zwei Tränken im Wechsel verwenden. „Wenn eine Tränke 24 Stunden, am besten in der Sonne, trocken steht, sind die Parasiten tot“, erklärt Ulrich Thüre, Pressesprecher NABU Niedersachsen.

Anzeigen
Anzeigen