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Kork als Fußboden – Nicht nur für Naturfans ein Muss

Für das Kinderzimmer ist ein Korkboden wie gemacht: Fußwarm und weich. Foto: © Martina Roth/ Fotolia
Als Trendmaterial 2017 hält Kork erneut Einzug in unser Zuhause. Und macht dabei auch als Bodenbelag eine richtig gute Figur. Nicht nur optisch, sondern vor allem in Bezug auf seine Nachhaltigkeit.

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Hintergrund/ Gewinnung von Kork

Als nachwachsender Rohstoff ist Kork 100 Prozent natürlichen Ursprungs. Er wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen. Zur Gewinnung müssen die Bäume nicht gefällt werden: Die Rinde wird auf schonende Weise von den Bäumen abgeschält, so dass die Bäume nicht beschädigt werden. Die gesamte Ernte wird bis auf den letzten Krümel weiterverarbeitet, so entstehen keine Verluste. Auch in der Umweltdebatte spielt Kork eine wichtige Rolle, da er einen großen Kohlenstoffdioxidspeicher darstellt. Nicht zuletzt sei erwähnt, dass Kork vollständig recyclebar ist und daher auf der Deponie nichts zu suchen hat.

Eigenschaften von Korkböden – Vorteile

Neben seinen umwelttechnischen Vorteilen, besticht Kork auch bei der Wahl als Bodenbelag. Dabei braucht niemand mehr Scheu vor der oft als altbacken erscheinenden Optik des Naturmaterials zu haben. Die Hersteller von Korkböden haben sich auf die Wünsche ihrer Kunden eingestellt, so dass nun neben der natürlichen Korkoptik über Holz- zu Betonoptik so ziemlich alles möglich ist.
Ein großer Vorteil von Korkboden ist der, dass er eindeutig fußwärmer als Fliesen oder Laminat und Parkett daherkommt. Für Barfußgänger ein Traum – auch ohne Fußbodenheizung. Zudem ist Korkboden leicht elastisch und weicher als die üblichen harten Bodenbeläge. Gegenüber PVC punktet Kork mit seiner Natürlichkeit. Kork bringt schon von sich aus tritt- und schalldämpfende Eigenschaften mit sich und wirkt auch wärmeisolierend. Dabei ist er pflegeleichter als ein Teppichboden. Saugen und gelegentlich wischen reicht vollkommen aus. Da Kork wasserundurchlässig ist, stellt wischen kein Problem dar. Als letztes i-Tüpfelchen besitzt Korkboden antistatische Eigenschaften und nimmt weder Staub noch Milben auf. Das ist ein großer Bonuspunkt für Asthmatiker und Allergiker.

Hier nochmal die Vorteile für Sie aufgelistet:

  • wärmer als Fliesen und Laminat
  • elastischer und weicher als Laminat
  • natürlicher als PVC
  • tritt- beziehungsweise schalldämpfend
  • pflegeleichter als Teppich
  • isoliert nach unten – Energiekosten können eingespart werden
  • nimmt die Körpertemperatur an, fußwarm (für Barfußgänger ein Traum)
  • wasserundurchlässig
  • optisch vielfältig: von natürlicher Korkoptik über Holz- zu Betonoptik ist alles möglich
  • pflegeleicht: saugen und gelegentlich wischen reicht aus
  • antistatisch!
  • nimmt weder Staub noch Milben auf – gut für Asthmatiker und Allergiker

Nachteile von Korkböden

Bei den vielen Vorteilen, die der Korkboden für sich verbuchen kann, sind die wenigen Nachteile sicherlich zu verschmerzen. Nichtsdestotrotz müssen sie erwähnt werden, da sie bei der Planung und Verlegung eines Korkbodens mit berücksichtigt werden müssen.
Wird ein Korkboden schwimmend verlegt, zum Beispiel als Klick-Fertigparkett, muss auf eine ausreichend große Dehnungsfuge geachtet werden. Kork dehnt sich je nach Wärmeeinwirkung aus und schrumpft dementsprechend auch wieder. Von daher sind nur wenige Korkböden zur Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Auch wenn Kork an sich wasserundurchlässig ist, eignet er sich nur unter bestimmten Umständen für eine Verlegung im Badezimmer oder in der Küche. Eine schwimmende Verlegung ist aufgrund der vielen kleinen Fugen in Feuchträumen nicht möglich. Hier kann der Boden nur fest verlegt werden und muss zusätzlich gut versiegelt werden, wodurch das Naturmaterial etwas von seiner Natürlichkeit einbüßt.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Damit Sie auch lange Freude an Ihrem neuen Korkboden haben, sollten Sie ein paar Dinge bereits beim Kauf berücksichtigen. So sollte man auch hier zuerst sein Augenmerk auf gute Qualität legen. Das heißt in erster Linie, dass keine lösungsmittelhaltigen Lacke für die Versiegelung verwendet wurden. Schon seit längerem gibt es zahlreiche natürliche Harze und Siegellacke auf Wasserbasis mit denen eine Versiegelung des Korkbodens erfolgen kann. Unangenehme Ausdünstungen sind beim neuen Korkboden dann nicht zu erwarten.
Je nach Einsatzort lohnt es sich, etwas tiefer in die Tasche zu greifen und bei der Auswahl auf massiven Korkboden zu setzen. Dieser kann bei Bedarf abgeschliffen und neu versiegelt werden. So kann man bei dunklem Korkboden ausgeblichenen Stellen wieder zu neuer Farbtiefe verhelfen oder allgemein die Musterung und die warme Farbe wieder zum Vorschein bringen. Dies ist nicht möglich bei bedruckten Korkböden. In dem Fall würden Sie beim Abschleifen auch die aufgedruckte Optik entfernen.

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