Holzböden richtig pflegen

Die richtige Pflege von Holzböden fängt schon bei der Auswahl der Putzmaterialien an. Foto: Pixabay (public domain)
Natürliche Holzböden sind auch 2018 im Trend. So ein Holzfußboden - sei es Parkett oder Dielenboden - ist sehr langlebig. Doch damit er auch schön aus sieht und Sie lange was davon haben, gibt es ein paar Kleinigkeiten bei der Reinigung zu beachten.

Bei Fußböden aus Holz handelt es sich um ein lebendiges Material. Es arbeitet je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur mal mehr und mal weniger stark. Ideal (nicht nur für Holzböden) ist eine Zimmertemperatur von um die 20 Grad Celsius sowie eine Raumluftfeuchte zwischen 50 und 60 Prozent.

Um eine optimale Pflege des Bodens zu erzielen, muss auf die Bodenbeschaffenheit eingegangen werden. Es wird bei Holzböden zwischen versiegelten und unversiegelten Böden unterschieden. Zu den versiegelten Böden gehören alle lackierten Böden, geölte oder gewachste Böden sind unversiegelt.

Generell sollte ein Holzboden nicht zu häufig nassgereinigt werden. Bei einem leicht verschmutzten Boden genügt es regelmäßig zu staubsaugen. Dreck wie Sandkörner wirkt wie Schleifpapier und verursacht kleine Kratzer und Schnitte in der Holzoberfläche, so dass sich Dreck schneller festsetzen kann. Sollte doch einmal eine Nassreinigung nötig sein, so ist die nebelfeuchte Reinigung das A und O bei Holzböden. Nebelfeucht bedeutet, dass der Wischmopp stark entwässert ist.

Spezialpflege verwenden

Mikrofasertücher sind für die Pflege von Holzböden nicht ratsam. Sie zerkratzen mit ihrer harten Struktur den Boden und sorgen auf Dauer für eine stumpfe Oberfläche. Auf Allzweckreiniger sollte ebenfalls verzichtet werden. Dieser ist zu scharf und beschädigt sowohl lackierte als auch geölte und gewachste Oberflächen. Für letztere sollten ebenfalls keine entfettenden Reiniger verwendet werden. Am Besten greift man auf spezielle Reiniger aus dem Fachhandel zurück, die zum Boden passen.

Der Vorteil von lackierten Holzböden ist ihre versiegelte Oberfläche, die das Festsetzen von Schmutz und Dreck verhindert. Ist der Lack allerdings in irgendeiner Form beschädigt, gelangt die Feuchtigkeit (zum Beispiel des Wischwassers) unter den Lack und führt zu der typischen gräulichen Verfärbung bei Parkettböden.

Vorbeugende Maßnahmen

Um den Holzboden zu schützen, empfiehlt es sich nicht nur die entsprechenden Pflegemaßnahmen regelmäßig durchzuführen. Gerade vorbeugende Maßnahmen können der Langlebigkeit des Bodens zu Gute kommen:

  • Fußmatten und Sauberlaufzonen (Läufer) fangen einen Großteil des hereingetragenen Schmutzes ab
  • Filzgleiter unter Möbel – vor allem Stuhl- und Tischbeine – setzen
  • Flecken, Wasserflecken oder Spritzer sofort aufwischen
  • Nur nebelfeucht wischen – auf keinen Fall Wischwasser ausschütten
  • Keine Mikrofasertücher benutzen
  • Anti-Rutsch-Unterlagen ohne Weichmacher verwenden
  • Möbel mit Metallfüßen nicht direkt auf den Holzboden stellen – sonst droht eine chemische Reaktion mit Fleckenbildung

Ist der Boden trotz intensiver Pflege nach Jahren dann doch nicht mehr ansehnlich, kann er abgeschliffen und neu versiegelt werden.

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