Gießen im Sommer – Darauf sollte man achten

Das kühle Nass aus dem Gartenschlauch tut den Pflanzen nicht immer gut. Foto: Pixabay (public domain)
Momentan pendeln sich die Temperaturen um die 30 Grad Celsius ein und der deutsche Wetterdienst hat bereits für insgesamt drei Tage eine Hitzewarnung rausgegeben. Da sollten wir auch an unsere Garten- und Balkonpflanzen denken, damit sie die Hitzeperiode unbeschadet überstehen.

Richtigen Zeitpunkt wählen

Rebekka Plagge von Plagges Blumenladen aus Wolfenbüttel rät bei Sommerhitze in den frühen Morgenstunden zu gießen. „So haben die Blumen einen guten Start in den Tag“, berichtet Plagge. Allerdings müsse man darauf achten, dass man die Pflanzen möglichst unterhalb der Blätter beziehungsweise so früh am Morgen gießt, dass die Blätter abgetrocknet sind, wenn die Sonne darauf scheint. Ansonsten kann es durch die Linsenwirkung der Wassertropen zu Brandflecken auf den Blättern kommen. Der Vorteil des morgendlichen Gießens ist zudem, dass die Erde und Pflanzen am Abend wieder abgetrocknet sind und für Schnecken somit weniger attraktiv.

Wie häufig gießen?

Bei der Beantwortung der Frage muss man unterscheiden, ob es sich um Kübelpflanzen oder um Beetpflanzen handelt. Blumen in Kübeln benötigen auf jeden Fall mehr Zuwendung und bei Sommerhitze in der Regel tägliche Gießeinheiten. Rebekka Plagge erklärt, dass es auch bei den Pflanzen besonders Durstige gibt. Dazu gehören beispielsweise Lavendel und Margeriten, die an heißen Sommertagen gerne zweimal gegossen werden möchten. Ab einem Kübeldurchmesser von 40/50 Zentimeter kann auch ein zweitägiges Gießen ausreichend sein. Dafür ist es wichtig zu überprüfen, wie feucht die Erde im Kübel noch ist. „Viele Gartenbesitzer machen den Fehler und gießen ihre Pflanzen eher zu viel, weil sie bei Sonne und Wind schlapp aussehen“, weiß Plagge. Den Pflanzen würden aber häufig einfach tagsüber die Sonne und der Wind zu schaffen machen. Abends erholen sich die Pflanzen meist wieder. Bevor man also einfach seine Blumen mit hängenden Blättern gießt, soll man zunächst überprüfen, ob dies überhaupt nötig ist. Zu viel Bodenfeuchte führt zu Wurzelfäule und somit zum Tod vieler Pflanzen.

Großzügig gießen

Wichtiger als das häufige Gießen ist gerade in Beeten das durchdringende Bewässern. Ist man zu sparsam mit dem Wasser, dringt es nicht weit genug in die Erde ein und erreicht somit die Wurzeln nicht. Das Wurzelwachstum der Pflanzen sollte aber in die Tiefe gefördert werden, damit diese auch über trockene Tage kommen, an denen das Wasser schnell an der Oberfläche verdunstet ist. Einer schnellen Verdunstung kann man sowohl durch das Auflockern der Oberfläche als auch das Mulchen entgegenwirken. Hält man die Beete dagegen durchgehend feucht, fördert man lediglich das Unkrautwachstum, so Rebekka Plagge gegenüber regionalLeben.de. Tägliches Gießen sei während heißer Tage jedoch bei Hortensien und Rhododendren angesagt.

Rasensprenkler Rasen Wässern Gießen Garten Sommer Hitze Foto: Pixabay (public domain)

Und auch der Rasen braucht Wasser um Grün zu bleiben. Bei Grünflächen gilt, dass etwa zehn bis 15 Liter pro Quadratmeter ausgebracht werden sollten. Dazu rät der Bundesverband Einzelhandelsgärtner. Dann dringt das Wasser etwa einen bis eineinhalb Zentimeter tief in den Boden ein und versorgt so den Wurzelbereich des Rasens.

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