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Gebrauchte Immobilien – Preisanstieg in der Region

Die Hauspreise in Niedersachsen sind in neun von zehn Regionen angestiegen. Grafik: LBS Norddeutsche Landessparkasse
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In fast ganz Niedersachsen sind seit 2014 die Preise für gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften gestiegen. So auch in unserer Region: Spitzenreiter ist der Landkreis Wolfenbüttel mit einem Preisanstieg von 18 Prozent, die höchsten Standardpreise für Häuser werden in Braunschweig verlangt. Das geht aus einer Mitteilung der Norddeutschen Landesbausparkasse (LBS Nord) hervor.

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Wer ein gebrauchtes Reihenhaus oder eine gebrauchte Doppelhaushälfte erwerben möchte, musste in den vergangenen drei Jahren mit beständig steigenden Preisen rechnen. Dies zeigen auch die neuesten niedersächsischen Immobilien-Preisdaten für das erste bis dritte Quartal 2017. Sie stammen aus dem LBS-Kaufpreisspiegel, den das Institut empirica regelmäßig für die LBS Norddeutsche Landesbausparkasse Berlin – Hannover (LBS Nord) erstellt. Die Experten werten dafür die Verkaufsangebote in den niedersächsischen Tageszeitungen und in Online-Portalen aus.

Braunschweig und Wolfsburg sind teure Regionen

Die höchsten Standardpreise für Häuser in platzsparender Bauweise werden in Braunschweig verlangt. Hier wird die Hälfte aller inserierten Objekte für mindestens 320.000 Euro angeboten. Das entspricht etwa achteinhalb Jahresnettoeinkommmen eines durchschnittlichen Haushalts. Die Spitzenpreise für Gebrauchthäuser liegen noch deutlich höher: Im oberen Preissegment werden für ein Viertel aller Objekte mindestens 397.500 Euro verlangt. Beim Preisanstieg in den letzten drei Jahren liegt Braunschweig mit neun Prozent im Mittelfeld.

Wenig überraschend, dass auch die Stadt Wolfsburg ebenfalls zu den teuren Regionen in Niedersachsen mit Hauspreisen über 270.000 Euro zählt. Hier müssen Käufer gut das Fünffache eines Haushaltseinkommens für ein gebrauchtes Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte aufbringen.

Hoher Preisanstieg in den umliegenden Landkreisen

In Wolfenbüttel entspricht der Standardpreis von 179.000 Euro für ein Reihenhaus oder eine Doppelhaushälfte aus dem Bestand etwa vier Jahresnettoeinkommen eines durchschnittlichen Haus­halts. Die Spitzenpreise für Gebrauchthäuser liegen noch deutlich höher: Im oberen Preissegment werden für ein Viertel aller Objekte mindestens 250.000 Euro verlangt.

Eine starke Zunahme gab es auch in den Landkreisen Helmstedt (zwölf Prozent pro Jahr) und Gifhorn (acht Prozent pro Jahr). „Bestandsimmobilien werden zunehmend teurer, da trotz anhaltender Nachfrage derzeit zu wenig neue Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut werden. Dennoch bleiben gebrauchte Reihenhäuser und Doppelhaushälften wegen der günstigen Finanzierungszinsen ein preisgünstiger Einstieg ins Wohneigentum – insbesondere in den Städten“, erklärt Dr. Rüdiger Kamp, Vorstandsvorsitzender der LBS Nord.

Der Landkreise Osterode am Harz und Northeim zählen mit Hauspreisen unter 75.000 Euro übrigens zu den günstigsten Standorten in Niedersachsen.

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