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Ein regionaler Abfallgebührenvergleich

In unserer Region gibt es die unterschiedlichsten Müllabholsysteme in verschiedensten Größen. Symbolfoto: Anke Donner
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Auf Veranlassung des Rates der Stadt Braunschweig wurden von der Firma TIM Consult die Abfallgebühren in der Region verglichen. Die Firma TIM Consult kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Werte im Grunde nicht vergleichen lassen, da es zu viele verschiedene und teilweise auch nicht bekannte Faktoren gibt.

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Verglichen wurde eine 14-tägliche Behälterabfuhr für Rest- und Bioabfälle bei Nutzung von 40- bis 120-Liter-Behältern. Recherchiert wurden außerdem die Organisationsform, weitere Vergleichsgrößen wie beispielsweise bestehende oder bereits stillgelegte Deponien und ob die Kommunen einen Vollservice (Abholservice der Behälter vom Grundstück) anbieten.

Braunschweig zeichne sich mit einem serviceorientierten Angebot aus: Neben einem breiten Sprektum an Behältergrößen gehöre auch der Vollservice mit einer Abholung und Rückstellung der Behälter vom Grundstück dazu. Jedoch habe Braunschweig durch die Deponienachsorge Folgekosten für abfallwirtschaftliche Maßnahmen der Vergangenheit zu schultern. Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen seien die Gebühren der Stadt Braunschweig nach Einschätzung des Gutachters als marktgerecht zu bewerten.

Der Vergleich ist grundsätzlich schwierig

Gegenübergestellt wurden die Gebühren von Braunschweig, Mannheim, Augsburg, Kiel, Hannover, Helmstedt, Wolfsburg, Göttingen, Salzgitter sowie der Landkreise Goslar, Wolfenbüttel, Gifhorn und Peine. Aufgrund von Unterschieden zwischen den Vergleichskommunen hinsichtlich der Gebührensysteme, der Serviceleistungen, der regionalen Struktur und auch der Gebühren für zusätzliche Leistungen sowie der abfallwirtschaftlichen Zielsetzungen gestaltet sich ein solcher Vergleich grundsätzlich schwierig, betont TIM Consult. Braunschweigs Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer sagt: „Bei allen Schwierigkeiten eines solchen Vergleichs: Wir bieten einen überdurchschnittlich guten Service zu einem durchschnittlichen Preis. Das ist ein erfreuliches Ergebnis für Braunschweig.“

Die Müllmenge variiert in der Region erheblich

Große Unterschiede gibt es in der Region bereits bei der Menge des Mülls. Während der Restabfall in Kilogramm pro Jahr und Einwohner im Landkreis Helmstedt bei 98 liegt, sind es in Wolfsburg (214) und Gifhorn (215) mehr als doppelt so viel. Nun kommen auch hier wieder Faktoren zum Tragen, wie dass es in Wolfsburg keine Biotonnen gibt, aber interessant ist es dennoch, dass andererseits in Wolfsburg die Müllgebühren in der Region am geringsten sind. Die Gebühren für Restabfall sind in Braunschweig vergleichsweise günstig. Von 13 untersuchten Kommunen liegen die Gebühren in Braunschweig im unteren Drittel.

So viel Restabfall wird pro Kopf im Jahr produziert:

  1. Landkreis Helmstedt: 98 Kilogramm
  2. Landkreis Peine: 118 Kilogramm
  3. Stadt Salzgitter: 144 Kilogramm
  4. Stadt Braunschweig: 145 Kilogramm
  5. Landkreis Goslar: 190 Kilogramm
  6. Landkreis Wolfenbüttel: 200 Kilogramm
  7. Stadt Wolfsburg: 214 Kilogramm
  8. Landkreis Gifhorn: 215 Kilogramm

Bei allen Unwägbarkeiten kommt TIM Consult zu jährlichen Abfallgebühren von mindestens 48 Euro in Wolfsburg für den 40 Liter-Behälter bis zu 415 Euro für 120 Liter im Landkreis Peine.

Das wird pro Jahr in Euro an Gebühr verlangt:

  1. Stadt Wolfsburg: 48 (40 Liter), 96 (80 Liter), 140 (120 Liter)
  2. Landkreis Goslar: 122 (40 Liter), 165 (80 Liter), 230 (120 Liter)
  3. Landkreis Wolfenbüttel: 148 (40 Liter), 210 (80 Liter), 253 (120 Liter)
  4. Stadt Braunschweig: 161 (40 Liter), 229 (80 Liter), 390 (120 Liter)
  5. Landkreis Helmstedt: 176 (40 Liter), 257 (80 Liter), 338 (120 Liter)
  6. Stadt Salzgitter: 199 (40 Liter), 275 (80 Liter), 412 (120 Liter)
  7. Landkreis Gifhorn: 232 (40 Liter), 317 (80 Liter), 317 (120 Liter)
  8. Landkreis Peine: 247 (40 Liter), 346 (80 Liter), 415 (120 Liter)
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