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Die Osterzeit und ihre Bräuche

Das Osterfest steht vor der Tür. Foto: Pixabay (public domain)
Als das wohl wichtigste Fest des ganzen Kirchenjahres wird das christliche Osterfest immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert und stellt somit - anders als das Weihnachtsfest - einen beweglichen Feiertag dar. 46 Tage zuvor beginnt mit dem Aschermittwoch die christliche Fastenzeit. Doch warum ist das so? Und wie kam der Osterhase zum Osterfest und warum brennen an Ostern überall die Osterfeuer? Hier erfahren Sie es.

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Ostern hat seine eigentliche Herkunft im jüdischen Passahfest und vereint sowohl jüdische als auch heidnische Traditionen. In der heidnischen Tradition wurde im Frühling die Wiederkehr des Lebens gefeiert. Die Wiederkehr des Lebens ist auch im Christentum mit Ostern verknüpft – ist doch laut biblischem Zeugnis Jesu an einem Freitag vor Passah gekreuzigt worden und an Ostersonntag auferstanden.

Symbole des Osterfestes

Auch die für das Osterfest typischen Symbole, wie der Osterhase und die Ostereier, finden ihren Ursprung als Symbole der Fruchtbarkeit in der heidnischen Tradition.

Der Osterhase

Seine Herkunft ist nicht ganz geklärt. Zwar gibt es dürftige Erklärungen, wie der Hase zum Osterfest kam, aber so richtig eindeutig sind die nicht. So steht er einerseits als Symbol für Frühling und Fruchtbarkeit, Neubeginn und Wachstum. Er wurde im Christentum aber auch als Symbol für die Auferstehung genannt. In vielen Teilen Deutschlands stand ehemals auch der Fuchs, der Kuckuck, oder der Storch als Zeichen für das Osterfest. Der Hase habe sich aber letztlich durchgesetzt. Und mal ehrlich, „Osterstorch“, oder „Osterkuckuck“ würde auch irgendwie komisch klingen.

Ostern Osterhase Eier Foto: Pixabay (public domain)

Ohne Osterhase ist das Osterfest kaum denkbar. Foto: Pixabay (public domain)

Wie auch immer der Hase zum Osterfest kam, Ostern ohne Osterhasen wäre doch nur halb so schön. So nehmen wir diese Tatsache doch einfach so hin und freuen uns über die eierbringenden Gefährten. Denn niedlich sind sie ja schon…

Die Ostereier

Auch hier gilt Einerseits das Ei als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Aber auch die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern könnte eine Erklärung sein. Demnach war der Verzehr von Eiern während der Fastenzeit verboten. Und so gab es am Ende der Fastenzeit, die zu Ostern endet, einen „Eierüberschuss“.

Ostern Eier Ostereier Bunt Bemalt Gefärbt Deko Symbolfoto: Pixabay (public domain)

So kunstvoll lassen sich die Ostereier verzieren. Foto: Pixabay (public domain)

Um die Eier haltbar zu machen, kochte man sie ab und bemalte sie bunt, damit sie von den frischen Eiern zu unterscheiden waren. Klingt ganz logisch, aber ob es tatsächlich so war?

Das Ostereiersuche

Schon seit dem 17. Jahrhundert wird das vergnügliche Verstecken und Suchen der Eier praktiziert. Um den Kindern der damaligen Zeit zu Ostern eine Freude zu bereiten, versteckte man Eier und Geschenke. Nach dem Ostergottesdienst ließ man die Kinder danach suchen.

Die Ostereiersuche erfreut Alt und Jung. Archivfoto: Werner Heise

Und auch wenn heute nicht mehr jeder die Ostermesse besucht, Eier versteckt und gesucht wird doch fast in jeder Familie.

Der Osterstrauch

Bunte Eier zieren die Bäume mancher Vorgärten und auch im Wohnzimmer ist der Osterstrauch ein Muss. Aber warum eigentlich? Auch hier kommt wieder das Symbol der Fruchtbarkeit ins Spiel. Ob nun damit symbolisiert werden soll, dass man sich Fruchtbarkeit erwünscht, ist nicht geklärt. Aber auch dieser Brauch geht viele hundert Jahre zurück.

Ostern Osterstrauch Ostereier Frühling Foto: Pixabay (public domain)

Überall sind sie in den Vorgärten und Eingangsbereichen zu sehen – die Ostersträuche. Foto: Pixabay (public domain)

Außerdem soll mit dem bunten Schmücken von Ästen und Zweigen die warme Jahreszeit eingeläutet werden.

Das Osterfeuer

Das Osterfeuer, oder die Vertreibung böser Geister, hat einen heidnischen Ursprung, der später von den Christen übernommen wurde, heißt es. So ist das Feuer unter anderem ein Symbol für Sonne und Leben. In vieler Hinsicht wird dem Feuer eine reinigende Kraft zugeschrieben. Bei den Christen steht das Feuer für die Auferstehung und das Licht Jesu. “Ich bin das Licht der Welt”, sagt Jesus im Johannesevangelium (Joh. 8,12).

Überall werden am Wochenende die Osterfeuer angezündet. Foto: Anke Donner

Osterfeuer werden hier zu Lande überall entzündet. Meist in der Nacht von Samstag zu Ostersonntag. Man möchte so den Winter und seine bösen Geister vertreiben und den Frühling begrüßen. Auch hier sagt man dem Feuer eine reinigende Wirkung nach.

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