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Die Hundesteuer 2017 im Landkreis Wolfenbüttel

In der Stadt Wolfenbüttel muss die Hundesteuermarke gut sichtbar vom Hund getragen werden. Foto: Nick Wenkel
Traditionell handelt es sich bei der Hundesteuer um eine Gemeindesteuer, also eine örtliche Aufwandsteuer, die für das Halten von Hunden erhoben wird. So ist es nicht unüblich, dass diese immer mal wieder angepasst wird. So auch im Landkreis Wolfenbüttel. Hier haben sich bereits im ersten Halbjahr 2017 die Hundesteuersätze in den Gemeinden Dettum und Dorstadt geändert. Zum 1. Juli 2017 findet auch in den Gemeinden Flöthe und Ohrum eine Anhebung der Hundesteuer statt. Allgemeine Informationen und eine Übersicht der jährlich anfallenden Hundesteuern im Landkreis Wolfenbüttel haben wir für Sie im Folgenden zusammengestellt.

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Die Hundesteuer

Für die Hundesteuer aufkommen muss der Halter des Hundes. Als Halter eines Hundes gilt die Person, die „einen Hund im eigenen Interesse oder im Interesse seiner Haushalts- oder Betriebsangehörigen aufgenommen hat“.

In der Regel muss die Aufnahme eines Hundes, beziehungsweise die Hundehaltung (bei Zuzug) innerhalb von einer Woche schriftlich bei der Gemeinde anzeigt werden. Dabei muss die Rasse des Hundes angegeben werden. In nahezu allen Hundesteuersatzungen wird zwischen „Hunden“ und „gefährlichen Hunden“ unterschieden. Als gefährliche Hunde sind in den meisten Satzungen „Hunde der Rassen Pitbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden“ angeführt. Darüber hinaus gelten Hunde unter anderem dann als gefährlich, wenn sie entweder durch ihre gesteigerte Aggressivität gegenüber Menschen oder Tieren aufgefallen seien oder wenn von ihnen eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit ausgehe. Die Gefährlichkeit dieser Hunde muss durch die zuständige Behörde nach Paragraph 7 des Niedersächsischen Hundegesetzes festgestellt werden.

Der Wegfall der Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung oder eine Steuerermäßigung, die je nach Satzung vorliegen kann, muss ebenfalls binnen einer Woche schriftlich anzeigt werden. Versäumt dies der Hundehalter, kann diese Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Zu den steuerbefreiten Hunden zählen unter anderem Diensthunde oder Hunde, die zum Schutz und zur Hilfe hilfloser Personen unentbehrlich sind. Hunde, die vor der Aufnahme in den Haushalt in einem Tierheim untergebracht waren, können für ein Jahr von der Hundesteuer befreit werden, sofern ein schriftlicher Nachweis vorgelegt wird. Die Regelung gilt jedoch nicht für die Aufnahme von gefährlichen Hunden.

Stadt Wolfenbüttel

Für die Stadt Wolfenbüttel sowie die zugehörigen Ortschaften Adersheim, Ahlum, Atzum, Fümmelse, Groß Stöckheim, Halchter, Leinde, Linden, Salzdahlum und Wendessen gelten einheitlich folgende Sätze für die Hundesteuer: Für den ersten Hund werden 84 Euro jährlich fällig, für den zweiten 105 Euro und für jeden weiteren 126 Euro.

Seit 2016, mit Einführung der neuen Hundesteuermarken, gilt in der Stadt Wolfenbüttel die Tragepflicht der Steuermarke. Das heisst, dass Hunde außerhalb der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks nur mit der – sichtbar befestigten – Steuermarke umherlaufen dürfen. Ein Verstoß gegen diese Tragepflicht stelle eine Ordnungswidrigkeit dar und könne mit einem Bußgeld geahndet werden.

Gemeinde Cremlingen

In der Gemeinde Cremlingen werden für den ersten Hund 60 Euro fällig, für den zweiten Hund 100 Euro und für jeden weiteren Hund 180 Euro. Für einen gefährlichen Hund sind 800 Euro zu zahlen.

Samtgemeinde Baddeckenstedt

Gemeinden Baddeckenstedt, Elbe, Haverlah und Heere

In den Gemeinden Baddeckenstedt, Elbe, Haverlah und Heere werden einheitlich folgende Steuersätze für die Hundehaltung erhoben: Für den ersten Hund fallen 48 Euro an, für den zweiten Hund 96 Euro und für jeden weiteren Hund 198 Euro. Für den ersten gefährlichen Hund sind 450 Euro zu entrichten, für den zweiten gefährlichen Hund 660 Euro und für jeden weiteren gefährlichen Hund 960 Euro.

Gemeinde Burgdorf

In der Gemeinde Burgdorf fallen für den ersten Hund 60 Euro Hundesteuer an. Der zweite Hund wird mit 120 Euro veranschlagt, jeder weitere Hund mit 240 Euro. Für den ersten gefährlichen Hund sind 510 Euro Hundesteuer zu entrichten, für den zweiten gefährlichen Hund 720 Euro und für jeden weiteren gefährlichen Hund 1.020 Euro.

Gemeinde Sehlde

Die Gemeinde Sehlde hat in ihrer Hundesteuersatzung einen Steuersatz von 72 Euro für den ersten Hund, 120 Euro für den zweiten Hund und 218 Euro für jeden weiteren Hund festgelegt. Weiterhin werden für den ersten gefährlichen Hund 474 Euro, für den zweiten gefährlichen Hund 684 Euro und für jeden weiteren gefährlichen Hund 984 Euro fällig.

Samtgemeinde Elm-Asse

Gemeinde Dahlum

Seit 1. Januar 2007 beträgt die Hundesteuer in der Gemeinde Dahlum für den ersten Hund 25 Euro, für den zweiten Hund 40 Euro und für jeden weiteren Hund 55 Euro.

Gemeinde Denkte

Laut Hundesteuersatzung der Gemeinde Denkte werden für den ersten Hund jährlich 48 Euro fällig, für den zweiten Hund 120 Euro und für jeden weiteren Hund 180 Euro. Die Haltung eines gefährlichen Hundes kostet jährlich 780 Euro Hundesteuer, jeder weitere gefährliche Hund kostet zusätzlich 900 Euro.

Gemeinde Hedeper

In der Gemeinde Hedeper sind für die Haltung von Hunden folgende Jahressteuern festgelegt: Für den ersten Hund sind 48 Euro zu zahlen, für den zweiten Hund 96 Euro und für jeden weiteren Hund 132 Euro. Für die Haltung eines gefährlichen Hundes sind 720 Euro zu entrichten, für jeden weiteren gefährlichen Hund 960 Euro.

Gemeinde Kissenbrück

Seit dem 01. Januar 2011 werden in der Gemeinde Kissenbrück 72 Euro für den ersten Hund fällig, 114 Euro für den zweiten Hund und 186 Euro für jeden weiteren Hund. Für die Haltung eines Hundes der Rasse Bull-Terrier, Mastino-Neapolitano, Fila Brasil, Dogue-Bordeaux, Mastino-Espanol, Staffordshire-Bull-Terrier, Dog-Argentino, Römischer Kampfhund, Chinesischer Kampfhund, Bandog und Bulldog, die im Sinne der Hundesteuersatzung der Gemeinde Kissenbrück als Kampfhunde gelten, ist eine Steuer in Höhe von 600 Euro zu entrichten.

Gemeinden Kneitlingen und Uehrde 

Die Hundesteuer in beiden Gemeinden beträgt für den ersten Hund 25 Euro, für den zweiten Hund 40 Euro und für jeden weiteren Hund 60 Euro. Für jeden gefährlichen Hund müssen in der Gemeinde Kneitlingen 200 Euro gezahlt werden, in der Gemeinde Uehrde sind es 300 Euro.

Gemeinde Remlingen-Semmenstedt

Die Steuersätze der Gemeinde Remlingen-Semmenstedt betragen für den ersten Hund 50 Euro, für den zweiten Hund 80 Euro und für jeden weiteren Hund 130 Euro. Für jeden Kampfhund (Bullterrier, Mastino-Neapolitano, Fila Brasil, Dogue-Bordeaux, Mastino-Espanol, Staffordshire-Bullterrier, Dog Argentino, Römischer Kampfhund, Chinesischer Kampfhund, Bandog, Bulldog) ist eine Steuer in Höhe von 650 Euro fällig.

Gemeinde Roklum

In der Gemeinde Roklum müssen Hundehalter für den ersten Hund 36 Euro, für den zweiten Hund 48 Euro und für jeden weiteren Hund 60 Euro zahlen. Für einen gefährlichen Hund sind 540 Euro zu entrichten, für jeden weiteren gefährlichen Hund 720 Euro.

Gemeinde Schöppenstedt

In der Gemeinde Schöppenstedt sind bis einschließlich dem zehnten Hund Steuern zu entrichten  – jeder weitere Hund ist steuerfrei. Für den ersten Hund werden dabei Steuern in Höhe von 46 Euro fällig, für den zweiten Hund 77 Euro, für den dritten Hund 115 Euro. Für den vierten bis zehnten Hund werden 57,50 Euro fällig. Ein gefährlicher Hund kostet 614 Euro Steuern.

Gemeinde Vahlberg

Die Hundesteuer in der Gemeinde Vahlberg beträgt für den ersten Hund 25 Euro, für den zweiten Hund 40 Euro und für jeden weiteren Hund 50 Euro. Für jeden gefährlichen Hund müssen 400 Euro gezahlt werden.

Gemeinde Winnigstedt

In der Gemeinde Winnigstedt werden für den ersten Hund 26 Euro fällig, für den zweiten Hund 51 Euro und für jeden weiteren Hund 77 Euro.

Gemeinde Wittmar

Die Steuersätze der Gemeinde Wittmar betragen für den ersten Hund 36 Euro, für den zweiten Hund 72 Euro und für jeden weiteren Hund 132 Euro. Für jeden Kampfhund (Bullterrier, Mastino-Neapolitano, Fila Brasil, Dogue-Bordeaux, Mastino-Espanol, Staffordshire-Bullterrier, Dog Argentino, Römischer Kampfhund, Chinesischer Kampfhund, Bandog, Bulldog) ist eine Steuer in Höhe von 600 Euro fällig.

Samtgemeinde Oderwald

Gemeinde Börßum

Die Gemeinde Börßum veranschlagt seit dem 25. Juli 2014 für die Haltung eines ersten Hundes einen Steuersatz von 30 Euro. Für den zweiten Hund werden 60 Euro fällig, für jeden weiteren Hund 156 Euro. Für jeden Kampfhund ist eine Steuer von 408 Euro zu zahlen.

Gemeinde Cramme

Seit dem 1. Januar 2008 werden in der Gemeinde Cramme für den ersten Hund 60 Euro Hundesteuer fällig, für den zweiten Hund 120 Euro und für jeden weiteren Hund 180 Euro. Für den ersten Kampfhund sind 216 Euro, für den zweiten Kampfhund 300 Euro und für jeden weiteren Kampfhund 480 Euro zu zahlen.

Gemeinde Dorstadt

Erst im März hat die Gemeinde Dorstadt die Steuersätze in ihrer Hundesteuersatzung angepasst: seit dem 16. März 2017 kostet der erste Hund 60 Euro, der zweite Hund 96 Euro und jeder weitere Hund 132 Euro. Pro Kampfhund sind 480 Euro Hundesteuer zu entrichten.

Gemeinde Flöthe

Zum 1. Juli 2017 ändern sich die Steuersätze der Gemeinde Flöthe für die Hundehaltung. 40 Euro sind dann für den ersten Hund fällig, 80 Euro für den zweiten Hund und 120 Euro für jeden weiteren Hund. Für den ersten Kampfhund sind 300 Euro zu zahlen, 360 Euro für den zweiten Kampfhund und 420 Euro für jeden weiteren Kampfhund.

Gemeinde Heiningen

Seit Januar 2002 sind in der Gemeinde Heiningen die Steuersätze für die Hundehaltung unverändert: 50 Euro sind für den ersten Hund zu zahlen, 100 Euro für den zweiten Hund und 200 Euro für jeden weiteren Hund.

Gemeinde Ohrum

Der Rat der Gemeinde Ohrum hat in seiner jüngsten Ratssitzung am 31. Mai 2017 nach kurzer Beratung die Anhebung der Hundesteuer einstimmig beschlossen. Ab dem 1. Juli 2017 beträgt die Hundesteuer jährlich für den ersten Hund 48 Euro (vorher 45 Euro). Für den zweiten Hund werden 96 Euro fällig (vorher 90 Euro) und für jeden weiteren Hund 144 Euro (vorher 105 Euro). Die Steuer für gefährliche Hunderassen ändert sich nicht. Hier gilt nach wie vor ein Satz von 450 Euro für einen Hund, 600 Euro für den zweiten und 750 Euro für jeden weiteren gefährlichen Hund.

Gemeinde Schladen-Werla

In der Gemeinde Schladen-Werla müssen Hundehalter seit dem 01.01.2016 für den ersten Hund 72 Euro, für den zweiten Hund 132 Euro und für jeden weiteren Hund 252 Euro zahlen. Die Steuer für die Haltung eines gefährlichen Hundes im Sinne des Paragraphen 7 Absatz 1 des Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG) beträgt 650 Euro.

Samtgemeinde Sickte

Gemeinde Dettum

Die Gemeinde Dettum hat zum 01. Januar 2017 die Steuersätze für die Hundehaltung angehoben. Für den ersten Hund werden seit Anfang des Jahres 62 Euro jährlich fällig, für den zweiten Hund 122 Euro und für jeden weiteren 244 Euro. Die Steuer für gefährliche Hunde beträgt für den den ersten Hund 564 Euro, für den zweiten 1.128 Euro und für jeden weiteren 2.244 Euro.

Zum 01. Januar 2019 findet eine weitere Anhebung der Steuersätze statt. Dann sind jährlich für den ersten Hund 72 Euro, für den zweiten 144 Euro und für jeden weiteren 288 Euro zu bezahlen. Die Steuersätze für gefährliche Hunde bleiben unverändert.

Gemeinden Erkerode und Veltheim (Ohe)

In den beiden Gemeinden fallen einheitlich für den ersten Hund 70 Euro, für den zweiten Hund 100 Euro und für jeden weiteren Hund 200 Euro Hundesteuer an. Für die Haltung von gefährlichen Hunden ist für den ersten gefährlichen Hund der Steuersatz von 400 Euro zu begleichen, für den zweiten gefährlichen Hund 600 Euro und für jeden weiteren gefährlichen Hund 1.000 Euro.

Gemeinde Evessen

Die Steuersätze für die Haltung von gefährlichen Hunden sind in der Gemeinde Evessen die gleichen wie die der Gemeinden Erkerode und Veltheim (Ohe). Ansonsten sind für die Haltung des ersten Hundes 60 Euro, für den zweiten Hund 100 Euro und für jeden weiteren Hund 200 Euro zu entrichten.

Gemeinde Sickte

Die Gemeinde Sickte hat für die Hundehaltung folgende Steuersätze festgesetzt: Für den ersten Hund 70 Euro, für den zweiten Hund 140 Euro und für jeden weiteren Hund 280 Euro. Für die Haltung von gefährlichen Hunden fallen für den ersten gefährlichen Hund 560 Euro an, für den zweiten gefährlichen Hund 1.120 Euro und für jeden weiteren gefährlichen Hund 2.240 Euro.

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