Anzeige

Die Grundsteuer 2017 in Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg

Die Grundsteuer B ist jährlich fällig. Foto: Pixabay (public domain)
Wer in Deutschland ein Grundstück oder eine Immobilie besitzt, muss dafür nicht nur beim Erwerb eine Grunderwerbsteuer, sondern auch im Folgenden eine jährliche Grundsteuer zahlen. Diese ist nicht einheitlich geregelt. Sie fällt von Gemeinde zu Gemeinde aufgrund individuell gestalteter Hebesätze unterschiedlich aus.

Anzeige

Was ist die Grundsteuer?

Bei der Grundsteuer handelt es sich um eine Objektsteuer, die zu den Grundbesitzabgaben zählt und von der Gemeinde erhoben wird. Sie wird unterteilt in Grundsteuer A (agrarisch) für land- und forstwirtschaftliche Vermögen sowie Betriebe und in Grundsteuer B (baulich) für alle bebauten und bebaubaren Grundstücke sowie Gebäude und Betriebsgrundstücke und Wohnungseigentum, Teileigentum sowie Erbbaurechte. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich bei der Grundsteuer um eine Steuer, die für das Eigentum an Grundstücken und deren Bebauung fällig wird.

Rechtsgrundlagen für die Steuererhebung sind das Grundsteuergesetz (GrStG), das Bewertungsgesetz (BewG) und die individuellen Haushaltssatzungen der Gemeinden.

Wie wird die Grundsteuer berechnet?

Der vom zuständigen Finanzamt festgestellte Einheitswert bietet die Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer. Ausschlaggebend für den Einheitswert sind die Wertverhältnisse des Grundstücks von 1964.

Als Anteil vom Einheitswert wird die Grundsteuermesszahl angegeben. Für Einfamilienhäuser beträgt sie für die ersten 38.346,89 Euro 2,6 Promille des Einheitswerts, 3,5 Promille für den Rest des Einheitswerts. Für Zweifamilienhäuser macht die Grundsteuermesszahl 3,1 Promille aus, für alle restlichen Grundstücke (inklusive Einfamilienhäuser im Wohnungs- und Teilerbbaurecht) 3,5 Promille.

Einheitswert und Grundsteuermesszahl ergeben zusammen den Grundsteuermessbetrag.

Die Grundsteuer errechnet sich schließlich durch Multiplikation des Einheitswerts mit der Grundsteuermesszahl und dem kommunal festgesetzten Hebesatz.

Hebesätze

Braunschweig

In Braunschweig ist für die Grundsteuer B derzeit ein Hebesatz von 500 Prozent festgelegt.

Salzgitter

Der Rat der Stadt Salzgitter hat für das Jahr 2017 noch keine neuen Grundsteuer-Hebesätze beschlossen, so dass weiterhin die Hebesätze von 2016 gelten: Für die Grundsteuer B sind das 430 Hebesatzpunkte.

Wolfsburg

Der Hebesatz für die Berechnung der Grundsteuer B beträgt seit dem 1. Januar 2016 450 Prozent.

Fälligkeit der Grundsteuer

Zu entrichten ist die Grundsteuer in der Regel vierteljährlich – zum 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Wer seine Steuerschuld lieber in einem Jahresbetrag zahlen möchte, der kann dies bis zum 30. September jeden Jahres beantragen. Fällig wird der Betrag dann zum 1. Juli eines Jahres.

Anzeigen
Anzeigen