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Der Garten im September 2018

Im September ist Erntezeit. Fotos: Pixabay (public domain)
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Der September hat noch schöne Spätsommertage im Gepäck, aber auch der Herbst hält nun so langsam Einzug. Jetzt haben Gartenbesitzer nochmal alle Hände voll zu tun. Während einerseits fleißig geerntet wird, wird andererseits schon die nächste Saison vorbereitet.

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Der Ziergarten

Gehölze pflanzen

Nicht nur für wintergrüne Gehölze (wie Efeu oder Thuja) ist jetzt Pflanzzeit. Generell bietet sich der September für die Gehölzpflanzung an. Die heißen und trockenen Sommertage sind passé, aber auch der Frost lässt noch auf sich warten. So haben die frisch gesetzten Gehölze Zeit, Wurzeln zu bilden und gut über den Winter zu kommen.

Zierlauch setzen

Zierlauch-Zwiebeln werden von Ende September bis spätestens Ende November einzeln oder in Dreierguppen mindestens 15 Zentimeter tief in gut dränierten Boden gesetzt.

Doch nicht nur der Zierlauch kommt jetzt in die Erde, auch andere Frühblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse, Tulpen und Narzissen. Voraussetzung für gutes Gedeihen ist ein aufgelockerter Boden.

Rasen pflegen

Bei der Rasenpflege sollte nun darauf geachtet werden, dass herunterfallendes Laub nicht zu lange auf dem Rasen verbleibt. Auch sollte der Rasen selbst nicht zu lang werden, um Fäulnis und Pilzen vorzubeugen. Gegen Staunässe hilft die Belüftung des Rasens, zum Beispiel mit Hilfe einer Grabegabel.

Lücken in der Rasenfläche können im September durch eine Reparatursaat geschlossen werden. Auch neue Rasenflächen lassen sich noch Anlegen. Der Boden ist noch nicht zu kalt und die Temperaturen eher gemäßigt, so dass die Gräsersamen gute Voraussetzungen zum Keimen haben.

Ein Plätzchen für Igel

Bereits jetzt im September fangen Igel an, sich auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier zu machen.

Igeljunges Herbst September Igelburg Foto: Pixabay (public domain)

Wer nicht sowieso schon eine Totholzecke im Garten hat, der kann dem nützlichen Gartengesellen mit einfachen Mitteln eine Art Igelburg bauen. Als Unterschlupf bieten sich umgedrehte Holzkisten an, die mit trockenem Laub, Stroh oder Heu gefüllt sind. „Wichtig ist es zudem, die Igelburg in keiner feuchten Senke aufzustellen, damit nicht übermäßig Feuchtigkeit oder gar Regenwasser in das Innere gelangen kann“, betont der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Zudem sollte die Igelbehausung katzen- und hundesicher aufgestellt werden.

Nistkästen säubern

Nicht nur die Igel freuen sich über etwas Zuwendung. Auch an die Säuberung der Nistkästen sollte nach Auszug der letzten Nesthocker gedacht werden. Damit man die später im Herbst in Nistkästen überwinternde Hummelköniginnen oder Fledermäuse nicht aufschreckt, rät der NABU dazu, die Reinigung im September durchzuführen. Manchmal werden die Kästen aber auch jetzt schon wieder bewohnt – etwa von Wald- oder Haselmäusen.

Der Nutzgarten

Während Feldsalat, Spinat und Winterportulak noch gesät werden können, kommen im September auch Knoblauch und Wintersteckzwiebeln in die Erde. So haben sie die Möglichkeit noch vor dem ersten Frost Wurzeln zu schlagen und besser zu überwintern. Im nächsten Juli kann geerntet werden.

Fallobst aufsammeln

Fauliges Fallobst lockt nicht nur Wespen und Mäuse an. Oft beherbergt es auch die nächste Generation von Schädlingen, wie beispielsweise die Raupe des Apfelwicklers. Beseitigt man das Fallobst nicht vom Boden, verpuppen sich die Raupen dort und legen im nächsten Frühjahr (als Falter) ihre Eier erneut in die Früchte. Fallobst gehört daher nicht auf den Kompost, sondern sollte über die Biotonne oder den Hausmüll entsorgt werden.

Ein Hochbeet anlegen

Bei den letzten Rückschnitten im Jahr fällt häufig eine große Menge an Baum- und Strauchschnitt an. Hinzu kommt über das ganze Jahr der Rasenschnitt und diverse Bioabfälle. Da kann das Anlegen eines Hochbeetes eine gute Möglichkeit sein, diese Gartenabfälle zu nutzen und sich zudem das Gärtnern in der nächsten Gartensaison zu erleichtern.

Hochbeet Garten Gärtnern September Herbst Foto: Pixabay (public domain)

Pflanzenbörsen

Wer noch auf der Suche nach Pflanzen für die Um- oder Neugestaltung seines Gartens ist, der wird unter anderem auf Pflanzenbörsen in der Region fündig. Großer Vorteil von Pflanzen aus der Nachbarschaft ist, dass diese sich meistens bereits an die Standortbedingungen angepasst haben. Am 29. September 2018 veranstaltet die Evangelische Familienbildungsstätte im Posthof 10 in Braunschweig Geitelde von 15 bis 17 Uhr einen Pflanzen-Flohmarkt.

Die Offene Pforte

Wer noch Anregungen für seinen eigenen Garten benötigt, der findet sie mit Sicherheit bei einem Blick in einen der Gärten im Rahmen der Aktion „Die Offene Pforte“. Bei der Aktion handelt es sich um eine seit 2003 privat organisierte Veranstaltungsreihe, die in und um Braunschweig herum stattfindet.

Im September 2018 sind folgende Gärten für interessierte Besucher geöffnet:

2. September 2018 – Familie Sebbeße

von 11 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05362/52645)

Renate und Harro Sebbeße

Wasserkamp 35 in 38442 Wolfsburg OT Sülfeld

680 Quadratmeter großer artenreicher Hausgarten mit liebevollen Details und stimmungsvollen Sitzplätzen.

8. September 2018 – Frau Querfurth

von 13 bis 17.30 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05331/858877)

Simone Querfurth

Mühlenweg 6 in 38321 Groß Denkte

1.200 Quadratmeter große Fläche. Auf dem Grundstück stand ehemals eine Wassermühle. Um die mit Kopfstein gepflasterte Hoffläche ist ein liebevoll gestalteter Garten angelegt. Stauden aus dem klassischen Bauerngarten und gemütliche Sitzecken laden ein.

30. September 2018 – Frau Schoppe

von 11 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (0531/312712)

Gerda Schoppe

Germersheimstr. 6 in 38112 Braunschweig-Veltenhof

400 Quadratmeter kleiner Garten mit großer Vielfalt von ein-, zwei- und mehrjährigen Pflanzen.

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