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Der Garten im Oktober 2017

Der Kürbis ist der Inbegriff des Herbstes und vor allem des Oktobers. Er schmeckt und sieht auch noch gut aus. Symbolfoto: Pixabay (public domain)
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Der Herbst ist nun endgültig angekommen. Morgens wabert immer öfter der Nebel durch Wiesen und Gärten und der Tau verweilt nicht selten bis zum Nachmittag an Gräsern und Stauden. Jetzt ist die richtige Zeit, seinen Garten aufzuräumen und winterfest zu machen.

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Der Ziergarten

Die meisten Arbeiten, die im September anfielen, wie Gehölze und Stauden pflanzen, können auch noch im Oktober erledigt beziehungsweise fortgesetzt werden.

Laub harken

Je nachdem wie viele Bäume den Garten zieren, kann es notwendig sein, nahezu täglich das Laub vom Rasen zu rechen. Gerade das Laub von Nussbäumen beinhaltet viel Gerbsäure und das schadet auf Dauer dem Rasen. Auch für Beetpflanzen, die keinen sauren Boden vertragen, ist das Verbleiben des Laubs im Beet ungünstig, weiß Gärtnermeister Andreas Wiedemann. Ansonsten kann Laub gut in den Beeten verbleiben. Es dient sowohl als Frostschutz und mulcht beim Zersetzen den Boden. Wer eine ruhige Ecke im Garten hat, kann auch dort einen Laubhaufen für Nützlinge aufhäufen. Einige Zweige zum Beschweren des Laubs verhindern das Auseinanderwehen durch den Wind.

Nützlingsquartiere und Vogelfutterplätze einrichten

Beim Aufräumen des Gartens sollte man nicht zu sorgfältig vorgehen: umgedrehte Tontöpfe mit etwas Stroh dienen diversen Nützlingen, unter anderem Ohrenkneifern und Florfliegen, als Winterquartier. Sogenannte Insektenhotels mit vielen verschiedenen Materialien dienen gleich mehreren Arten als Unterschlupf. Entweder man kauft sie im Baumarkt oder im Internet oder man baut sich ganz individuell eins selbst. Wie das geht, zeigen wir bald hier auf regionalLeben.de.

Auch die Wäschespinne kann nun für das Vogelhäuschen Platz machen. Die Futterplätze kann man jetzt schon einrichten, füttern sollte man aber erst, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen.

Rasenmäher winterfest machen

Die letzten Mäharbeiten dürften gegen Ende Oktober erledigt sein, so dass der Rasenmäher bis zum Frühjahr in den Winterschlaf geschickt werden kann. Vorher sollte das Mähgehäuse aber gründlich von Grasresten befreit und gereinigt werden. Für das Grobe verwendet man am besten eine harte Bürste, den Feinschliff erhält das Gehäuse mit einem nassen Lappen. Um das Mähgehäuse zu imprägnieren und vor Rost und Korrosion zu schützen, wird es innen und außen mit einem ölhaltigen Spray versehen. Während Motor- und Antriebsteile des Rasenmähers unbedingt ölfrei bleiben müssen, werden der Startbügel, der Gashebel und das Radlager mit einem harzfreien Öl gängig gehalten. Das Benzin sollte über Winter nicht im Tank verbleiben, um ein Verharzen des Vergasers zu vermeiden. Dazu lässt man den Rasenmäher so lange laufen, bis er wegen Kraftstoffmangel von selbst ausgeht.

Rasenmäher Foto: Pixabay (public domain)

Damit elektronisch betriebene Rasenmäher nach der Winterpause wieder einsatzbereit sind, sollte man die Batterie über den Winter abklemmen. Akkus von Elektro-Rasenmähern gehören frostfrei aufbewahrt, um deren Lebensdauer nicht zu verkürzen. Zudem sollten sie zumindest halbvoll geladen sein.

Das Öl wird erst vor dem ersten Mähen im nächsten Frühjahr gewechselt. Sollte es bei Benzinrasenmähern im Frühjahr zu Startproblemen kommen, kann es daran liegen, dass der verbliebene Treibstoff im Tank seine Zündfähigkeit verloren hat. Dann kann ein Kraftstoffadditiv helfen, welches man dem Benzin hinzufügt. Die Batterien und Akkus von Elektro-Rasenmähern werden vor ihrem ersten Einsatz geladen.

Pflanzen frostsicher machen

Noch vor dem ersten Frost sollten Kübel- und Topfpflanzen in ihr Winterquartier ziehen. Frostempfindliche Beetpflanzen hingegen sollten erst in Vlies oder Jute eingepackt werden, wenn tiefe Minusgrade anstehen. Dauert der Frost mehrere Wochen, hilft leider oft auch das Einpacken nichts. Kurze Frostperioden überstehen die Pflanzen häufig auch ohne extra Kälteschutz.

Der Nutzgarten

Auch im Nutzgarten setzen wir zum Großteil die Arbeiten aus dem September fort. Zusätzlich widmen wir uns auch hier den Vorbereitungen für die Winterruhe.

Kürbisse ernten

Kürbisse in jeglicher Form haben nun Hochsaison und können zahlreich geerntet werden. Auch Zucchini und die letzten Tomaten und Gurken werden nun geerntet und vom Beet abgeräumt.

Kompost umsetzen

Ende Oktober ist es Zeit, den Kompost umzusetzen. Wer mag, kann nun schon den reifen Kompost auf die Beete verteilen und auch den Obstbäumen eine extra Portion Humus an die Baumscheiben geben. Pflanzenmaterial der abgeräumten Beete und herunterfallendes Laub kommt gleich auf den frisch angesetzten Kompost und ist bis zum Frühling fast schon wieder verrottet.

Bäume und Sträucher schneiden

Ideale Voraussetzungen für den Baum- und Strauchschnitt bietet der oft goldene Oktober. Mit etwas Glück lässt der Frost noch auf sich warten und so kann man noch einmal altes oder auch krankes Holz schneiden. Möchte man im Frühling blühende Sträucher, so sollte man auch diese noch vor dem ersten Frost großzügig zurückschneiden und in Form bringen, rät unser Gärtnermeister. Alle paar Jahre sollten Sträucher auf Stock gesetzt werden. Es passt sich also gut, dass mit dem 1. Oktober die Zeit des Jahres beginnt, in der das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) auch in der freien Landschaft Fäll- und größere Schnittmaßnahmen an Hecken und Gehölzen erlaubt. Die untere Naturschutzbehörde des Landkreises weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Artenschutz auch während dieses Zeitraums nicht außer Kraft gesetzt ist. Denn die Beschädigung oder Zerstörung von Bäumen, Hecken und sonstigen Gehölzen ist verboten, wenn diese besonders geschützten wildlebenden Tieren als Fortpflanzungs- oder Ruhestätten dienen. Diese Bestimmung gilt insbesondere auch für Nester oder Baumhöhlen, die zwar aktuell nicht besetzt sind, aber im nächsten Jahr wieder genutzt werden. Insbesondere wenn sich der eigene Garten in Wald- oder Feldnähe befindet, sollte man verstärkt ein Auge darauf haben.

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