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Der Garten im November 2017

Die Hagebutten setzen rote Akzente. Fotos: Pixabay (public domain)
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Der erste Raureif hat bereits in vielen Gegenden die Dächer und Gärten verziert und ihnen ein anmutiges und winterliches Aussehen verliehen. Nur zu gerne würde man den Garten nun Garten sein lassen und ihn einfach von drinnen betrachten. Doch die ersten Nachtfröste lassen die Blätter jetzt nur so von den Bäumen und Sträuchern rieseln und auch sonst ist im Garten weiterhin einiges zu tun.

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Wer seinen Garten noch nicht bereits winterfest gemacht hat, der sollte das nun schleunigst nachholen. Die ersten Nachtfröste haben bereits Einzug gehalten und nicht alle Pflanzen vertragen dies. Ganz allgemein werden im November viele Arbeiten aus dem Oktober fortgesetzt und beendet.

Der Ziergarten

Pflanzen frostsicher machen

Wer also seine Kübel- und Topfpflanzen noch nicht in ihr Winterquartier umgesiedelt hat, der sollte das jetzt tun. Ein bisschen Zeit hat man hingegen noch bei frostempfindlichen Beetpflanzen. Diese sollten erst in Vlies oder Jute eingepackt werden, wenn tiefe Minusgrade anstehen. Dauert der Frost mehrere Wochen, hilft leider oft auch das Einpacken nichts. Kurze Frostperioden überstehen die Pflanzen häufig auch ohne extra Kälteschutz.

Dahlien und Geranien

Nicht nur Bäume und Sträucher werfen ihr Laub nach den ersten Frösten endgültig ab. Auch das Laub der Dahlien und Geranien (die eigentlich Pelargonien heißen) stirbt nun ab und kann abgeschnitten beziehungsweise entfernt werden. Zum Überwintern müssen die Knollen der Dahlien aus der Erde. Nach dem Roden müssen die gesunden Knollen (am besten beschriftet) an einem dunklen und kühlen, aber frostfreiem Ort gelagert werden. Kisten mit lockerer Humuserde eignet sich dafür besonders gut. Ähnliches gilt für die Geranien. Das Grün kann bis auf zwei bis drei verdickte Knoten pro Seitentrieb zurückgeschnitten werden. Ein Großteil der Blätter sollte entfernt werden, das diese während des Überwinterns besonders anfällig für den Befall von Schädlingen und Krankheiten sind, weiß Gärtnermeister Andreas Wiedemann zu berichten. Im Gegensatz zu den Dahlien überwintern Geranien an einem hellen Platz bei einer Temperatur zwischen fünf und zehn Grad Celsius. Sie dürfen nur sehr sparsam gegossen werden, da son die Wurzeln faulen können.

Rasenpflege

Während die einen den Rasenmäher schon in den Winterschlaf geschickt haben, müssen andere aufgrund der noch milden Temperaturen ihren Rasen tatsächlich noch einmal mähen. Um die Rasenpflege zu vervollständigen, bietet es sich an, die Rasenkanten vor dem Winter in Form zu bringen. So verhindert man, dass das Gras im Frühjahr wieder schnell in die Beete wuchert. Mittels einem langen Brett oder einer Richtschnur und einem speziellen Kantenstecher ist diese Arbeit schnell erledigt.

Gartenteich winterfest machen

Nicht nur die Pflanzen auf dem „Festland“ wollen vor dem Winter gepflegt und geschützt werden, auch die Wasserpflanzen und -tiere benötigen vor Einzug des Winters besondere Pflege. Dazu gehört, dass man die Wasserflächen von abgestorbenen Pflanzenteilen befreit und kälteempfindliche Pflanzen, wie die Seerose, und Fische in ein frostsicheres Domizil überführt. Aus kleineren Teichen, Wasserspielen und Regenwasserzisternen sollte man zudem die Pumpe entfernen.

Gartenschlauch Schlauch Garten Foto: Pixabay (public domain)

Auch Regentonnen und Gartenschläuche sollten noch vor dem ersten Frost entleert werden, um ein Aufplatzen zu verhindern.

Der Nutzgarten

Rosenkohl und Grünkohl ernten

Der erste Frost verleiht einigen Kohlsorten, wie dem Rosen- und dem Grünkohl, erst das richtige Aroma. Das liegt daran, dass sich durch die Minusgrade der Zuckergehalt im Gemüse erhöht. Während man beim Grünkohl die Strunke im ganzen erntet, pflückt man beim Rosenkohl die Röschen von unten nach oben.

Rosenkohl Herbst Frost Gemüse Garten Foto: Pixabay (public domain)

Durch diese Ernteweise kann die Knospe der Pflanze weiter wachsen und man kann später noch einmal ernten, weiß unser Gärtnermeister.

Obstgehölze pflanzen

Im November ist immer noch Zeit Gehölze in den Boden zu setzen. Das gilt auch für viele der Obstgehölze: Sträucher wie Brombeere, Himbeere, Johannisbeere aber auch Obstbäume wie Apfel, Birne oder Kirsche können noch gepflanzt werden. Mit etwas Glück blühen sie dann schon im nächsten Frühjahr und tragen in der kommenden Saison die ersten Früchte.

 

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