Der Garten im Mai 2018

Der Flieder sollte - genau wie andere Sträucher - im Mai geschnitten werden. Fotos: Pixabay (public domain)
Der Wonnemonat Mai steht im Zeichen des Säens und Pflanzens. Jedoch empfiehlt es sich, erst die Tage der Eisheiligen - etwa vom 11. bis 15. Mai. - abzuwarten. Ab dem 16. Mai gibt es für Gärtner dann aber kein Halten mehr, denn auch frost- und kälteempfindliche Pflänzchen können nun direkt ins Freiland gesät oder gepflanzt werden.

Im Haus vorgezogene Pflanzen sollten dabei ersteinmal nur tagsüber Frischluft schnuppern. Sie sollten abends wieder ins Haus gestellt und tagsüber nicht der prallen Mittagssonne ausgesetzt werden, um sie langsam an die Gegebenheiten zu gewöhnen.

Der Ziergarten

Sommerblüher pflanzen

Wer im Sommer eine Blütenpracht in seinem Garten sein eigen nennen möchte, der muss nun vorlegen. Im Mai ist die richtige Zeit, überwinterte Blumenzwiebeln wie die von Gladiolen, aber auch Knollenbegonien, Geranien und Dahlien in die Beete zu pflanzen.

Rasen aussäen

Nach den Eisheiligen ist der Mai mild genug, um Rasen auszusäen. Außer regelmäßigem Wässern bedarf frisch gesäter Rasen kaum Pflege. Bei der Wahl der Rasensaat sollte auf qualitativ hochwertiges Saatgut geachtet werden, damit eine hohe Keimdichte gegeben ist und möglichst keine Lücken in dem neuen Rasenflor entstehen.

Gras Aussaat Frühling Mai Foto: Pixabay (public domain)

Ist der Rasen etwa acht bis zehn Zentimeter lang, steht der erste Schnitt an. Dabei sollte nicht kürzer als bis auf vier bis fünf Zentimeter gemäht werden. Anschließend wird der neue Rasen mit einem Langzeitdünger versorgt.

Staudenbeete mulchen

Da viele Stauden das Hacken der Beete nicht vertragen, beziehungsweise durch das Hacken unterirdische Ausläufer immer wieder zerstört werden, sollte man lieber auf das händische Unkrautjäten setzen. Empfehlenswert ist das Mulchen mit Rindenmulch, vor allem bei Schattenbeeten. Das Mulchen unterdrückt das Aufwachsen von Unkraut und hält zusätzlich den Boden feucht. Durch das langsame Verrotten wird der Boden außerdem mit Humus versorgt.

Rose Mulch Rindenmulch Beete Mai Unkraut Foto: Pixabay (public domain)

Ein besonderer Tipp von unserem Gärtnermeister Andreas Wiedemann: „Eine Mulchschicht aus Rindenmulch oder Häckselgut bindet durch seine Zersetzungsprozesse einen Großteil des Stickstoffs. Daher sollte durch eine vorige Düngung mit einem Stickstoffdünger wie Hornspänen einem Mangel entgegengewirkt werden.“

Der Nutzgarten

Kompost umsetzen

Die milden Temperaturen kommen auch den Mikroorganismen zu Gute. Der Verrottungsprozess beschleunigt sich. Durch ein Umsetzen und Belüften des Komposthaufens kann dieser Prozess weiter gefördert werden. Fertiger Kompost kann in diesem Zuge direkt auf die Beete gebracht werden. Nicht reifer Kompost bietet sich für das Anlegen von Hoch- oder Hügelbeeten an.

Kompost Umsetzen Rotte Mai Garten Nutzgarten Düngen Foto: Pixabay (public domain)

Bei der weiteren Reifung gibt der Kompost Nährstoffe und Wärme an die Pflanzen ab.

Kräuter pflanzen

Nach den Eisheiligen können die Kräuter, die den Winter im Haus verbracht haben, wieder ins Freie. Auch kann der Kräuterbestand durch Direktsaat im Freiland ergänzt werden.

Basilikum Kräuter Kräutergarten Provence Topf Tontöpfe Mediterran Foto: Pixabay (public domain)

Wer sich unsicher ist, wo der richtige Platz für seine gewählten Kräuter ist, der liest im Artikel „Kräuterliebe auf Balkon und Terrasse“ noch einmal nach.

Hacken und Gießen

Im Gegensatz zu Staudenbeeten sollten Gemüsebeete nach vollständigem Auflaufen der Saat regelmäßig gehackt werden. Das verhindert ein Aufwachsen von Unkraut und hilft Wasser beim Gießen zu sparen. Durch das Hacken werden die in der oberen Bodenschicht befindlichen feinen Kapillargefäße zerstört, die ansonsten zu vermehrter Verdunstung führen würden, so Gärtnermeister Andreas Wiedemann.

Beim Gießen kommt es eher auf die Menge als auf die Regelmäßigkeit an. Durch das durchdringende Wässern der Erde werden die Pflanzen gezwungen, in die Tiefe reichende, gut verzweigte Wurzeln zu entwickeln.

Die Offene Pforte

Wer noch Anregungen für seinen eigenen Garten benötigt, der findet sie mit Sicherheit bei einem Blick in einen der Gärten im Rahmen der Aktion „Die Offene Pforte“. Bei der Aktion handelt es sich um eine seit 2003 privat organisierte Veranstaltungsreihe, die in und um Braunschweig herum stattfindet.

Im Mai 2018 sind folgende Gärten für interessierte Besucher geöffnet:

6. Mai 2018 – Familie Krause

von 11 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (0531/512484)

Martina und Uwe Krause

Äckernkamp 16 in 38112 Braunschweig-Völkenrode

600 Quadratmeter mit großen Staudenbeeten mit Zwiebelblumen, hinter Kletterrosen verborgene Hochbeete, Froschteich und eine Eulensammlung.

6. Mai 2018 – Frau Schoppe

von 11 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (0531/312712)

Gerda Schoppe

Germersheimstr. 6 in 38112 Braunschweig-Veltenhof

400 Quadratmeter kleiner Garten mit großer Vielfalt von ein-, zwei- und mehrjährigen Pflanzen.

26. Mai 2018 – Familie Beier

von 14 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05341/92134)

Margrit und Günter Beier

Trittelhorn 16 in 38259 Salzgitter-Flachstöckheim

630 Quadratmeter großer Garten mit überraschender Vielfalt: Rosen, Stauden, Naturteich, lauschige Sitzplätze, Gemüseanbau auf kleinstem Raum in Erdgewächshaus und Hochbeeten. Selbstgearbeitete Steinfiguren und Gartenkeramiken setzen interessante Akzente. Keramikausstellung im Wintergarten. Kooperationspartner im BUND Terra-Preta-Schwarzerde-Projekt.

27. Mai 2018 – Familie Lange

von 12 bis 17 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05302/1713)

Sabine und Rainer Lange

Denstorfer Str. 3 in 38159 Vechelde OT Wedtlenstedt

2.000 Quadratmeter großer Hausgarten und parkähnliche Gartenanlage (5.500 Quadratmeter) wurden mit jeweils einem Teich, üppigen farblich abgestimmten Staudenrabatten, Rosen und Gehölzen angelegt.

27. Mai 2018 – Frau Petsch

von 14 bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05331/881122)

Diana Petsch

Rosenwall 4 in 38300 Wolfenbüttel

1.200 Quadratmeter großer Stadtgarten im Frühlingskleid, mit alten Materialien gestaltete Mauer und Wege, im Kiesbett angelegte Wasserrinne und viele Stauden im Schatten- und Bauerngartenbeet.

 

Alle Termine und Adressen sind in ausliegenden Flyern oder unter www.offenepforte-braunschweig.de zu finden.

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