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Der Garten im März 2018

Die Blüten der Forsythien trotzen Schnee und Eis und läuten den Frühling ein. Fotos: Pixabay (public domain)
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Heute ist es soweit: Mit dem 1. März beginnt wie jedes Jahr der meteorologische Frühling. Temperaturtechnisch sind wir davon aber noch weit entfernt. Sobald der Schnee und der Frost den Boden frei geben, startet dann aber für die Gärtner der wohl arbeitsintensivste Monat des Jahres.

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Der Ziergarten

Rosen schneiden und düngen

Im März, wenn die Forsythien blühen, ist der richtige Zeitpunkt, um öfterblühende Rosen kräftig zurückzuschneiden. Bei allen Rosenarten werden alle kranken, schwachen und erfrorenen Triebe entfernt. Drei bis fünf Knospen sollten an Hochstamm-, Edel- und Beetrosen verbleiben, während Strauch- und Kletterrosen weniger stark zurückgeschnitten werden. Sie werden lediglich etwas ausgedünnt.

Rosenknospen Tau Frühling Pink Foto: Pixabay (public domain)

Alle Rosen können nach dem Rückschnitt eine großzügige Düngung vertragen.

Der Rasen

Wenn sich über den Winter hinweg Laubreste auf dem Rasen angesammelt haben, sollten sie spätestens jetzt mit einem Laubbesen entfernt werden. Das sorgt für eine gute Belüftung des Rasens und beugt Schimmel- und Pilzbefall vor. Auch zeigt sich dann, ob der Rasen im Winter gelitten hat und kahle oder vermooste Stellen ausgebessert werden müssen. Jetzt im März ist eine gute Zeit, dem Rasen nochmal eine Kalkgabe zu gönnen, bevor er bei einer Höhe über fünf Zentimetern das erste Mal geschnitten wird. Erst danach wird der Rasen gedüngt, empfiehlt Gärtnermeister Andreas Wiedemann aus Salzgitter. Damit beim ersten Schnitt alles glatt läuft, sollte man rechtzeitig den Rasenmäher – aber auch alle anderen Gartengeräte und -werkzeuge – warten und instand setzen.

Teich säubern

Ist die frostige Zeit vorbei, kann der Gartenteich ein bisschen Pflege vertragen. Laub und abgestorbene Pflanzenteile sollten jetzt aus dem Teich entfernt werden. Auch die für den Luftaustausch stehengelassene (Ufer-) Bepflanzung wird nun zurückgeschnitten und entfernt.

Der Nutzgarten

Beete vorbereiten

Ist die Zeit der Bodenfröste vorbei, kann man sich an den Beeten zu schaffen machen. Stehen gelassene Stängel aus dem Vorjahr werden nun entfernt. Auch das Laub wird aus den Beeten gerecht, damit die neu austreibenden Triebe nicht faulig werden. Unkraut, wie Brennessel, Löwenzahn oder Schachtelhalm, wird dabei gleich mit entfernt, damit es sich gar nicht erst ausbreiten kann. Danach wird der Boden der freien Flächen gelockert und gleichzeitig belüftet. „Wer seinem Boden etwas Gutes tun möchte, verteilt gesiebten Kompost auf den Beeten. Mit dieser zwei bis drei Zentimeter dicken Schicht aus bestem nährstoffreichen Humus, spart man sich das Düngen. Nur Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf, wie etwa Rosen brauchen eine Nachdüngung zwischen April und Juni“, so unser Gartenexperte Andreas Wiedemann.

Sommerblumen und Gemüse vorziehen

Für diejenigen, die selber nicht nur vorgezogene Blumen und Gemüsesorten kaufen und ins Beet setzen möchten, ist es allerhöchste Zeit in Anzuchttöpchen und -kästen die Aussaat vorzunehmen. Denn je mehr Zeit die Pflanzen vor der Blüte zum Heranwachsen haben, desto kräftiger werden sie, sagt eine alte Gärtnerregel. Die Fensterbänke bieten leider nur Platz für kleinere Experimente, aber ein mit Vlies oder Glas abgedecktes Frühbeet oder gar ein Gewächshaus lässt kaum einen Gärtnerwunsch offen.

Setzlinge Vorziehen Gärtnern Frühling Foto: Pixabay (public domain)

Hier kann man neben einjährigen Sommerblumen auch Möhren, Salat oder Kohl vorziehen.

Obstbäume düngen

Für eine gute Ernte im Sommer und Herbst sollten die Obstbäume bereits jetzt ihre erste Düngung in Form von reifem Kompost oder Mist erhalten. Ergänzt wird die Düngung bei Kernobst mit etwa 70 bis 100 Gramm Stickstoffdünger, bei Steinobst mit etwa 100 bis 140 Gramm.

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