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Der Garten im April 2018

Verspätet, aber nun mit aller Kraft. Der Frühling kommt. Fotos: Pixabay (public domain)
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Das erste warme Aprilwochenende liegt hinter uns und in den Gärten herrschte geschäftiges Treiben. Die Pflanzen scheinen geradezu zu explodieren und die vergangene Zeit nachholen zu wollen. Überall beginnt es zu grünen und zu blühen. Doch bei aller Freude über den nun eingezogenen Frühling sollten wir eines im Hinterkopf behalten: "April, April, der macht was er will".

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Gärtner müssen flexibel sein

Nach der langen Schnee- und Frostperiode im März kribbelt es den Hobbygärtnern in den Fingern. Viele Arbeiten, die normalerweise bereits erledigt wären, sind liegen geblieben und wollen nun nachgeholt werden. Doch eines tröstet uns: Das Gartenjahr hat ja nun erst begonnen und liegt in seiner ganzen Länge noch vor uns. Der April bietet nun häufig anhaltende Wärmeperioden, in denen man tatsächlich schon ans Gießen denken muss. Die Sonne hat bereits ordentlich Kraft. Und doch: Trotz Temperaturen um die 20 Grad Celsius muss auch jetzt noch – und bis in den Mai hinein – mit Bodenfrost gerechnet werden.

Der Ziergarten

Blütenreste entfernen

Da in diesem Jahr der Frühling verspätet gestartet ist, dürfte das Entfernen der Blütenreste bei den Frühjahrsblühern wie Narzissen oder Tulpen noch Zeit bis Mitte/Ende April haben.

Narzissen Frühblüher Sonnenschein Frühling Garten Gartensaison Foto: Nicole Wiedemann

Auch die Narzissen sind dieses Jahr spät dran. Foto: Nicole Wiedemann

Bei allen verwelkten Zwiebelblumen sollte man daran denken, sie abzuschneiden. Ansonsten stecken die Pflanzen ihre Kraft in die Samenbildung und es kann passieren, dass eine Blüte im Folgejahr ausbleibt, so unser Gartenexperte Andreas Wiedemann.

Immergrüne Sträucher pflanzen

Zu den immergrünen Sträuchern gehören zum Beispiel Rhododendren, Liguster und Kirschlorbeer. Der April ist für sie die ideale Pflanzzeit. Dabei sollte man neben den Standortbedingungen auch auf die richtige Setztiefe und Düngung achten. Der natürliche Standort von Rhododendren ist beispielsweise der Wald. Sie bevorzugen daher einen kalkarmen, durchlässigen und vor allem humusreichen Boden. Diese Voraussetzungen lassen sich mit Kompost aus Laub oder Rinde schaffen. Bei Rhododendren ist es wichtig, den den Wurzelballen nicht zu tief in die Erde zu setzen, so Gärtnermeister Wiedemann. Eher sollte er noch etwa Daumenbreit aus der Erde ragen.

Buchsbaum schneiden

Ein kräftiger Rückschnitt hilft dem Wachstum von Buchsbaum auf die Sprünge.

Gleichzeitig wird eine Verzweigung gefördert und eine Verkahlung des Buchses verhindert. Was beim Rückschnitt von Buchs anfällt, kann entweder für das Binden von Kränzen oder aber für die Vermehrung genutzt werden.

Nicht nur Buchsbaum freut sich über einen Rückschnitt, auch Lavendel, Ziersalbei und viele Gartenkräuter profitieren davon.

Der Nutzgarten

Kräuter zurückschneiden

Nicht wenige Gartenkräuter sind Halbsträucher und neigen zum Verholzen. Dazu gehören neben dem bereits erwähnten Lavendel und Salbei auch Thymian, Oregano oder Bergbohnenkraut. Damit diese Kräuter nicht verholzen, müssen sie im Frühjahr kräftig zurückgeschnitten werden. Als Faustregel gilt: Etwa eine Handbreit über dem Boden darf stehenbleiben.

Nützlingen ein Zuhause geben

Wer möglichst auf Chemie in seinem Garten verzichten möchte, der sollte es den Nützlingen leicht machen und ihnen ein Zuhause geben. Das kann man am besten durch naturnahe Ecken im Garten mit Nistmöglichkeiten wie hohlen Holunderzweigen erreichen oder aber durch das Einrichten eines Insektenhotels. Diese werden von Florfliegen, Marienkäfern und Co. gerne angenommen.

Die Ersten der Saison: Rhabarber und Spargel

Beide Pflanzen haben eines gemeinsam – ihre Erntezeit. Sie beginnt im April und endet am Johannistag, dem 24. Juni. Während Spargel doch eher selten in Hobbygärten zu finden ist, ist der Rhabarber ein recht anspruchsloser Gartenbegleiter.

Rhabarber Pflanze Gartengemüse April Erntezeit Frühling Symbolfoto: Pixabay (public domain)

Um auch nach der Ernte weiterhin viel Freude an seiner Rhabarberstaude zu haben, sollte man bereits bei der Ernte auf die richtige Methode achten. Statt die Rhabarberstiele am Ende abzuschneiden, sollte man die Stiele aus dem Wurzelstock herausdrehen. So verhindert man ein Faulen der Schnittstellen. Zur frühjährlichen Düngung der Rhabarberstaude eignen sich Hornspäne oder Kompost. Die Rhabarberblätter selbst müssen nach der Ernte nicht unbedingt direkt auf dem Kompost landen. Sie eignen sich hervorragend zur Abdeckung von Beeten. Auf diese Weise wird ein starker Unkrautwuchs verhindert.

Die Offene Pforte

Bei der Aktion „Die offene Pforte“ handelt es sich um eine seit 2003 privat organisierte Veranstaltungsreihe, die in und um Braunschweig herum stattfindet.

Im April öffnen Familie Sydow im Landkreis Wolfenbüttel und Familie Glawé in der Wolfenbütteler Innenstadt ihre Gärten für interessierte Besucher:

15. April 2018 – Familie Sydow

von 14  bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05331/63918)

Gabriele und Johannes Sydow

Am Gute 6 in 38300 Wolfenbüttel OT Wendessen

2.500 Quadratmeter Bauerngarten mit Teich und eigener Keramik

28. April 2018 – Familie Glawé

von 14  bis 18 Uhr sowie nach telefonischer Absprache (05331/29289)

Christine und Gerd Glawé

Enge Str. 11 in 38300 Wolfenbüttel-Innenstadt

1.800 Quadratmeter naturbelassener Stadtgarten mit altem Obstbaumbestand, Gartenhaus, Baumhaus und Teich

Alle Termine und Adressen sind in ausliegenden Flyern oder unter www.offenepforte-braunschweig.de zu finden.

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