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Der Garten: Eine letzte Ruhestätte für Poldi, Miez und Schnuff?!

Die letzte Ruhe im Garten. Ein Ort der Erinnerung. Foto: Nicole Wiedemann
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Haustiere sind häufig nicht einfach nur ein netter Zeitvertreib, sondern werden in der Regel zu echten Familienmitgliedern. Und so ist der Gedanke, sie am Ende ihrer Tage einfach in der Deponie abzugeben, für viele schlicht grausam. Nicht nur für Kinder ist es wichtig, von ihrem Wegbegleiter - ob groß oder klein - Abschied zu nehmen und sich einen Ort des Erinnerns zu schaffen.

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Im Garten

Wer einen eigenen Garten hat, für den steht schnell fest, dass dieser zur letzten Ruhestätte werden soll. Vielleicht sogar an dem ehemaligen Lieblingsplatz? Dort wo sich der Vierbeiner immer zum Sonnen niedergelassen hat? Doch darf man das überhaupt? Sein Haustier im eigenen Garten begraben? Dr. Christiane Barnstorf aus der Abteilung Verbraucherschutz- und Veterinärangelegenheiten des Landkreises Wolfenbüttel erklärt dazu:

„Grundsätzlich sind nach dem geltenden Tierkörperbeseitigungsrecht nicht nur landwirtschaftliche Nutztiere, sondern auch unsere Heimtiere wie zum Beispiel Hunde, Katzen, Meerschweinchen in einer Tierkörperbeseitigungseinrichtung zu beseitigen. Ausnahmsweise dürfen aber auch einzelne Körper von privat gehaltenen Heimtieren auf einem eigenen Grundstück mit Einwilligung des Grundstücksbesitzers vergraben werden, jedoch nicht in Wasserschutzgebieten und nicht in unmittelbarer Nähe öffentlicher Wege und Plätze. Die Tierkörper müssen mit einer ausreichenden, mindestens 50 Zentimeter starken Erdschicht, gemessen vom oberen Rand der Grube, bedeckt werden.“

Wer keinen eigenen Garten hat, kann sein geliebtes Haustier auch auf einem der Tierfriedhöfe in der Region bestatten lassen.

Tierfriedhöfe

Braunschweig

Der Tierschutzverein Braunschweig bietet bereits seit 1982 auf einer Fläche oberhalb des Tierschutzgeländes Tierbestattungen an.

Friedhof auf dem Gelände des Tierheims Braunschweig.

Seit dem Jahr 2005 können hier Tiere auch anonym bestattet werden. Mehr zum Tierfriedhof Braunschweig finden Sie im Internet unter www.tierschutz-braunschweig.de.

Salzgitter

Seit 1998 gibt es den Tierfriedhof in Salzgitter. Der etwa 3.000 Quadratmeter große Friedhof liegt zwischen Salzgitter Reppner und Broistedt (Landkreis Peine) und bietet neben der klassischen Tierbestattung auch die Einäscherung an.

Nicht weit entfernt von Salzgitter Reppner befindet sich der Tier-Friedhof. Foto: Nicole Wiedemann

Weitere Informationen finden Sie auf www.tierfriedhof-salzgitter.de.

Wolfsburg/ Vorsfelde

Auf dem Vorsfelder Tierfriedhof in der Kochsbreite können Tierbesitzer seit 2001 ihren Tieren eine letzte Ruhestätte geben. Im Laufe der Jahre ist auf dem Areal zudem ein Friedwald für die Beisetzung von Urnengräbern angelegt worden.

Abschiedswälder

Eine Alternative zu den Tierfriedhöfen ist ein Begräbnis des verstorbenen Haustieres in einem der Abschiedswälder, die von den Niedersächsischen Landesforsten unserer Region betrieben werden. Auf jeder Grabstelle wird nach der Bestattung im sich anschließenden Frühjahr oder Herbst ein junger Baum gepflanzt.

Landkreis Goslar

Im Abschiedswald Goldberg, der südlich von Göttingerode, zwischen Oker und Bad Harzburg, gelegen ist, finden Kleintiere, Katzen und Hunde eine letzte Ruhestätte. Betrieben wird der Abschiedswald vom Niedersächsischen Forstamt Clausthal.

Landkreis Wolfenbüttel

Im Landkreis Wolfenbüttel gibt es seit 2010 den Abschiedswald „Lechlumer Holz“. Er ist direkt oberhalb des Parkplatzes Antoinettenruh gelegen. Neu im Wolfenbütteler Abschiedswald ist die Möglichkeit, sein Haustier in einer Urnengrabstelle zu begraben.

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