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Der „Barnstorfer Wald“ – Wolfsburgs erstes städtisches Naturschutzgebiet

Der "Barnstorfer Wald" wird das erste stätische Naturschutzgebiet Wolfsburgs. Symbolbild: Archiv/ Nadine Munski-Scholz
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Als Lebensraum der größten Feuersalamander-Populationen Niedersachsens und Revier für Wildkatzen kommt dem "Barnstorfer Wald" eine besondere naturschutzrechtliche Bedeutung zu. Doch dies seien nur zwei der Argumente, die laut Beschlussvorlage für die Ausweisung des Barnstorfer Waldes als Naturschutzgebiet sprechen. Seit vielen Jahren immer wieder diskutiert, stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung dem Vorschlag nun mehrheitlich zu.

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Bereits in der Beschlussvorlage hatte die Verwaltung ausgeführt, dass das rund 520 Hektar große Waldgebiet besonderen Wert für die Wildkatze, die Feuersalamander aber auch seltene und sehr störungsempfindliche Großvogelarten wie den Schwarzstorch und Kranich habe. Dieser Ansicht schloss sich auch die Mehrheit des Rates an. Der „Barnstorfer Wald“ sei eine Perle für die Stadt, so Ratsfrau Melissa Schröder (CDU).

Lange Geschichte

Der Gedanke, das  Waldgebiet als Schutzgebiet auszuweisen, ist nicht neu.  Bereits 1992 wurde für den Barnstorfer Wald durch das Staatliche Forstamt Fallersleben eine Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet (LSG) angeregt. Damals mit der Begründung, dass durch die Entstehung mehrerer neuer Baugebiete im Nahbereich und die Zunahme spezieller Freizeitaktivitäten wie Crosslaufen, Mountainbiken und Reiten der Wald steigenden Belastungen ausgesetzt wurde. Seitdem hat der Erholungsdruck kontinuierlich zugenommen.

Um dieses Gebiet als Lebensraum gefährdeter Tier- und Pflanzenarten und Ort für die ruhige Erholung zu schützen, sollte 2007 ein großräumiges Landschaftsschutzgebiet mit rund 835 Hektar Fläche unter Einbeziehung privater Wald- und Grünlandflächen ausgewiesen werden. Dieses Ausweisungsverfahren wurde aufgrund der vorgetragenen Einwendungen 2008 ausgesetzt. Stattdessen wurde politisch vereinbart, die Ausweisung auf die ursprüngliche Kernzone – die Landesforstflächen – zu beschränken.

Infolge der akuten Gefährdung besonders störungs- und lärmanfälliger Brutvogelarten wurde im Jahre 2012 ein Teil dieser Landesforstflächen zunächst für zwei Jahre einstweilig sichergestellt. Diese einstweilige Sicherstellung wurde 2014 verlängert.

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