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Das ändert sich im Jahr 2018

Bauherren können sich über das neue Bauvertragsrecht freuen. Symbolbild: Pixabay (public domain)
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Wieder hat ein neues Jahr begonnen - das Jahr 2018. Und wie mit jedem Jahreswechsel gehen auch wieder neue Gesetze oder deren Änderungen einher. Hier erfahren Sie, auf was es sich in Zukunft zu achten lohnt.

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Bauvertragsrecht

Die umfassendste Änderung erfahren Bauherren und Eigenheimbesitzer durch das „Gesetz zur Reform des Bauvertragsrechts und zur Änderung der kaufrechtlichen Mängelhaftung“. Sie haben mit diesem neuen „Verbraucherbauvertrag“ für ab 1. Januar 2018 abgeschlossene Verträge ein solides rechtliches Fundament und sind somit künftig besser abgesichert. Hinsichtlich des Verbraucherschutzes sind die verpflichtenden Baubeschreibungen (inklusive detaillierte Angaben zum Energie- und Schallschutzstandard), die begrenzten Abschlagszahlungen und ein 14-tägiges Widerrufsrecht dabei relevant.

Gerade die verpflichtende Baubeschreibung hat für Bauherren mehrere Vorteile. So können Angebote anhand der Baubeschreibung noch vor Vertragsabschluss besser miteinander verglichen werden. Zudem bietet die Baubeschreibung eine gute Grundlage für die Beantragung eines Kredits und kann gleichzeitig als Beleg für die Einhaltung von Förderbedingungen dienen. Auch der Nachweis der Einhaltung von öffentlich-rechtlichen Vorschriften kann mithilfe der Baubeschreibung erfolgen.

Sehr zum Vorteil der Bauherren dürfte auch der Punkt im Bauvertragsrecht sein, der nun die am Bau beteiligten Parteien dazu verpflichtet, im Bauvertrag die Bauzeit verbindlich festzuhalten.

Zuschuss für neue Heizungsanlagen

Wie bereits in den vergangenen Jahren auch, können Immobilienbesitzer die Installation einer neuen Heizungsanlage vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschussen lassen. Dies gilt allerdings nur für Anlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Und eine wichtige Änderung gibt es bei der Antragsstellung: Der Förderantrag muss seit dem 1. Januar 2018 gestellt werden, bevor ein Auftrag an den ausführenden Handwerksbetrieb vergeben wird. Das Bundeswirtschaftsministerium äußert sich wie folgt dazu: „Erst wenn eine Eingangsbestätigung des BAFA für den Antrag vorliegt, kann der Handwerker mit der Installation beauftragt werden. Nachdem die umweltschonende Heizung eingebaut und in Betrieb genommen wurde, reicht der Hausbesitzer in einem zweiten Schritt den Verwendungsnachweis sowie die erforderlichen Rechnungen und Belege beim BAFA ein und erhält den Zuschuss.“

Das Aus für viele elektrische Heizlüfter und -strahler

Weil elektrische Heizlüfter und -strahler wahre Energiefresser sind, dürfen sie ab diesem Jahr nur noch im Handel vertrieben werden, wenn sie gemäß einer EU-Verordnung die Mindestanforderungen an Effizienz sowie den Ausstoß an Stickstoff erfüllen. Laut Immobilienverband IVD West haben ab dem Stichtag tragbare elektrische Raumheizgeräte ohne  Temperaturregelung sowie elektrische Heizstrahler ohne  Raumtemperaturregelung und  Zeitregelung ihre Zulassung verloren.

Lüftungsanlagen und Dunstabzüge – neue Effizienzklassen

Aber auch Lüftungsanlagen sind betroffen, wozu auch Dunstabzugshauben gehören. Für beide gibt es neue Effizienzklassen. Lüftungsanlagen müssen eine höhere Effizienz bei gleichzeitiger Lärmverminderung erbringen. Für Wohnräume entfallen bei Lüftungsgeräten die Klassen E bis G. Die neue Skala reicht demnach von A+ bis D. Die Skala für Dunstabzugshauben reicht nun von A++ bis E, F und G entfallen. Hier soll in Zukunft die Effizienz weiterhin gesteigert werden, so dass besonders effiziente Modelle bereits jetzt schon mit dem nächsten Label (A+++ bis D) ausgezeichnet sein können.

Strompreise im Auge haben

Auch 2018 kann es zu Strompreiserhöhungen kommen. Und das obwohl die EEG-Umlage leicht fällt, von 6,88 Cent pro Kilowattstunde auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde (laut Bundesnetzagentur). Da im Zuge der zeitgleichen Novellierung des Netzentgeltmodernisierungsgesetzes die Übertragungsnetzentgelte vereinheitlicht werden sollen, sollten Verbraucher ihre Stromverträge auf einen Preisanstieg hin prüfen. Ein Anbieterwechsel kann sich unter Umständen positiv auswirken.

Smart Meter – auch in 2018 noch aktuell

Bereits zum 1. Januar 2017 trat das Gesetz zur Installation von sogenannten Smart Metern (neue intelligente Stromzähler, die übers Internet mit den Netzbetreibern verbunden sind) in Kraft – zumindest für Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden Strom. Die Geräte sind jedoch immer noch nicht auf dem Markt sind, so dass die Technik dem Gesetz hinterherhinkt.

Ab August mehr Durchblick bei Maklern und Verwaltern

Für mehr Transparenz im Makler- und Verwaltergeschäft soll ab 1. August 2018 eine Genehmigungs-, Versicherungs- und Fortbildungspflicht für Immobilienverwalter sowie eine Fortbildungspflicht für Immobilienmakler sorgen. Auch müssen potentielle Kunden über den jeweiligen Aus- und Fortbildungsstand ihres Ansprechpartners informiert werden. Wie der Immobilienverband Deutschland betont, erfüllen ihre Mitglieder diese neuen gesetzlichen Vorgaben nicht nur schon immer, sie weisen ihre fundierte Ausbildung bereits bei Verbandseintritt im Rahmen einer Fachkundeprüfung nach.

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