Braunschweiger Bauboom: In 15 Prozent der Fälle war Geduld gefragt

Mehr als 1.200 Bauanträge hatte die Bauverwaltung im vergangenen Jahr zu bearbeiten. Symbolfoto: Pixabay (public domain)
Vom Antrag bis zur Genehmigung dauert es in der Stadt Braunschweig im Durchschnitt 99 Tage. So lange mussten sich Bauherren in der Löwenstadt gedulden, bis sie im Jahr 2017 die begehrte Baugenehmigung in den Händen hielten. Dies geht aus einer Statistik der Stadt Braunschweig hervor.

Die Bearbeitungszeiten fallen naturgemäß sehr unterschiedlich aus, berichtet die Stadt. Ein erheblicher Teil der Bauanträge werde in kurzer Zeit bearbeitet: So konnten 44 Prozent der Verfahren bereits innerhalb von 40 Kalendertagen erledigt werden. 70 Prozent aller Anträge und Anfragen sind nach drei Monaten erledigt. Nur in 15 Prozent der Fälle müssten sich die Antragsteller länger als fünf Monate gedulden. Die Ursachen für die lange Bearbeitungszeit seien vielfältig: Nach Informationen der Stadt hätten Stichproben ergeben, dass es unter anderen an fehlenden Unterlagen und mangelnder Mitwirkung der Bauherren liege.

Gesteigerte Nachfrage in der Löwenstadt

Die Anzahl der im Referat Bauordnung erteilten Baugenehmigungen ist innerhalb der letzten drei Jahre (2014-2017) um rund 10 Prozent gestiegen. Waren es im Jahr 2014 noch 1.133 Anträge, hatte die Stadt im vergangenem Jahr bereits 1.242 Baugenehmigungen, einschließlich Bauvorbescheiden, Befreiungen und Abweichungen, zu verzeichnen.

Die Bauverwaltung habe in den letzten Jahren großflächig die Entwicklung von Wohnbauflächen vorangebracht, um dem steigenden Bedarf an Wohnungen und Bauplätzen begegnen zu können, resümiert die Stadtverwaltung in der Informationsvorlage. Der gesamtstädtische Stellenwert im Bereich Wohnen sowie dessen hohe Nachfrage habe sich bisher und werde sich auch noch zukünftig deutlich auf das Arbeitsvolumen der Bauaufsicht auswirken.

Die Anzahl der Anträge für große und teilweise komplexe Wohnbauvorhaben, die im Verhältnis zu Ein- und Zweifamilienhäusern mit einem signifikant höheren Bearbeitungsaufwand verbunden seien, hätte stark zugenommen, heißt es weiter. 2017 seien 1.069 Wohneinheiten genehmigt worden.

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