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An diese Versicherungen sollten Immobilienbesitzer denken

Ein Feuer zerstört schnell Großteile eines Gebäudes. Eine Versicherung fängt den finanziellen Schaden ab. Symbolfoto: Pixabay (public domain)
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Als (künftiger) Immobilienbesitzer gibt es so einiges, was man im Auge behalten muss: von der Finanzierung bis hin zum Umzug ins neue Heim. Was dabei schnell in Vergessenheit gerät, ist die Auseinandersetzung mit der Absicherung der Immobilie. Doch unverhofft kommt oft und ein unvorhergesehener Schaden durch Sturm, Feuer oder Wasser bedroht nicht selten die Existenz von Immobilienbesitzern. Die in unseren Augen wichtigsten Versicherungen stellen wir Ihnen hier kurz einmal vor.

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Die Wohngebäudeversicherung

Obwohl die Wohngebäudeversicherung als Pflichtversicherung bereits 1994 abgeschafft wurde, sollten Immobilienbesitzer auf keinen Fall auf den Abschluss einer solchen verzichten. Wie schnell wird aus einem kleinen Funken ein verheerendes Feuer, welches vielleicht nicht immer zum kompletten Abbrennen, aber dennoch zur Unbewohnbarkeit der Immobilie führt.

Die Wohngebäudeversicherung deckt aber nicht nur Schäden die durch Feuer verursacht worden sind ab. Sie kommt auch dann zum Tragen, wenn ein Rohrbruch, Leitungswasser oder aber Sturm das Gebäude beschädigt hat, weiß die Volksbank BraWo zu berichten. Je nach Standort der Immobilie kann es sinnvoll sein, die Wohngebäudeversicherung um einen Schutz vor Elementarschäden zu ergänzen. Elementarschäden sind beispielsweise Überschwemmungen durch Hochwasserereignisse oder Erdrutsche durch Starkregen.

Gut zu wissen: Beim Kauf einer bestehenden Immobilie bleibt die Wohngebäudeversicherung des Vorbesitzers bestehen und geht auf den Käufer über. Sie ist sozusagen an die Immobilie gebunden. Möchte man die Versicherung wechseln, hat man dazu vier Wochen nach Eintragung im Grundbuch Zeit.

Die Hausratversicherung

Während die Wohngebäudeversicherung, wie der Name schon sagt, Schäden am Haus versichert, schützt die Hausratversicherung das Inventar. Dazu gehören alle lose im Gebäude befindlichen Gegenstände, wie Möbel, Geräte, Wertsachen, Kleidung. Bei Bodenbelägen ist die Unterscheidung zwischen Wohngebäude und Hausrat je nach Versicherung unterschiedlich und kommt unter Umständen im Einzelfall auf die Art der Verlegung an. Also darauf, ob beispielsweise das Laminat oder der Teppich fest mit dem Estrich verklebt ist oder nur lose aufliegt. Zum Tragen kommt die Hausratversicherung als Sachversicherung bei Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel aber auch Einbruch und Vandalismus. Glasbruch als auch Fahrraddiebstahl sind meist nicht im Versicherungsumfang enthalten und können, genau wie der Schutz vor Elementarschäden, ergänzt werden.

Besonderes Augenmerk sollte man sowohl bei der Wohngebäudeversicherung als auch bei der Hausratversicherung auf die Versicherungssumme legen. Eine aus Kostengründen zu niedrig angesetzte Versicherungssumme, kommt den Versicherten im Schadensfall teuer zu stehen. Ist der Hausrat unterversichert, zahlt die Versicherung nur anteilig den Schaden.

Die Privathaftpflicht

Eine Privathaftpflicht sollte im Grunde auch unabhängig von Immobilienbesitz jeder abschließen. Sie greift, wenn ich als Versicherungsnehmer bei jemand anderem einen Schaden verursache. Sei es, dass ich einen heißen Topf auf eine nicht hitzebeständige Arbeitsfläche stelle und diese im Anschluss ausgetauscht werden muss, ich eine teure Sammelvase umstoße und diese in tausend Scherben zerbricht oder ich mich versehentlich auf eine auf der Sofalehne platzierte Brille setze…

Für Immobilienbesitzer steigt das Risiko durch ihren Besitz erheblich. So kann ein herunterfallender Dachziegel sowohl parkende Autos als auch Passanten erwischen, der durch Sturm umgekippte Baum Nachbars Garten zerstören oder der nicht penibel geräumte Gehweg durch Glätte Spaziergänger zu Fall bringen. In diesen und vielen anderen Fällen springt die Privathaftpflicht ein und deckt darüber hinaus die Kosten eines eventuellen Rechtstreits.

Weitere Versicherungen

Die bisher aufgeführten Versicherungen stellen nur den Grundstock an Versicherungen dar, die wir für einen Immobilienbesitzer als wichtig empfinden. Für einen Hausbau sind einige Versicherungen mehr notwendig, um das finanzielle Risiko zu minimieren. Diese stellen wir Ihnen demnächst in einem separaten Artikel vor. Ebenfalls werden wir uns dem Thema „Familienabsicherung“ während der Finanzierungsphase einmal zuwenden und die Möglichkeiten beleuchten.

Nicht am falschen Ende sparen

Als Eigentümer einer Immobilie sollten Sie also mindestens drei Versicherungen abgeschlossen haben: „Wohngebäude„, „Hausrat“ und „Privathaftpflicht„. „Wer die Versicherungen bündelt und die Beiträge nicht monatlich sondern jährlich zahlt, spart ein paar Prozent“, rät Gerrit Siewert, Leiter Versicherungen bei der Volksbank BraWo. Privatkunden können sich in den Geschäftsstellen der Volksbank BraWo beraten lassen.

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