Anzeige

Alles neu macht der Mai – Tipps zur Sanierung in 2017

Unter Umständen besteht die Pflicht zur Dämmung. Das sollten Hauskäufer beachten. Foto: Pixabay (public domain)
Anzeige

Wer heute sein Zuhause saniert, der macht das nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen oder weil er es unbedingt müsste. Immer mehr steht der Wunsch im Vordergrund, sich seine vier Wände genau an seine eigenen Bedürfnisse anzupassen und sich einen behaglichen Rückzugsort zu schaffen. Jedoch gibt es auch Sanierungsauflagen, die beim Kauf einer Bestandsimmobilie zwingend erfüllt werden müssen. Wir haben für Sie recherchiert.

Anzeige

Wann besteht Sanierungspflicht?

Ist man in der glücklichen Lage, ein neues „altes“ Haus sein eigen zu nennen, wird man direkt in die Pflicht genommen – so zum Beispiel bei der Sanierung! Erwirbt man seit dem 01.02.2002 ein Ein- oder Zweifamilienhaus, kann – je nach Zustand der Immobilie – eine gesetzlich vorgeschriebene Sanierungspflicht im Rahmen der EnergieEinsparVerordnung (EnEV) bestehen. Dieser muss innerhalb von zwei Jahren nach Einzug nachgekommen werden. Das heißt, bei Einzug im Jahr 2015 läuft noch dieses Jahr (2017) die Zwei-Jahres-Frist ab. Drei kostenintensive Punkte sind in der EnergieEinsparVerordnung festgelegt:

Bei der Dämmung von Dach oder Dachboden darf der durch die Sanierung erzielte Dämmwert nicht niedriger als 0,24 Watt pro Meter und Kelvin ausfallen. Auch bei der Dämmung von Außenwänden, die nicht zwingend vorgeschrieben sind, müssen seit 2009 die Vorschriften der EnEV-2009 eingehalten werden.

Die Pflicht, Heizrohre zu isolieren und Heizkessel von vor 1978 zu erneuern, besteht ebenfalls seit 2009. Zum Thema Heizungsaustauschpflicht haben wir bereits vor einiger Zeit einen separaten Artikel auf regionalLeben.de veröffentlicht.

Was, wenn das Geld nicht reicht?

Nicht nur energetische Sanierungen kosten viel Geld. Auch die Sanierung eines Badezimmers oder der Ausbau eines Dachgeschosses sind in der Regel sehr kostenintensiv. Die meisten Hausbesitzer dürften dies nicht mal eben so aus der Portokasse zahlen können und benötigen für die Umsetzung eine Finanzierung. Aber welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es eigentlich? Herr Kull, Leiter Baufinanzierung bei der Volksbank BraWo, hat regionalLeben.de dazu Rede und Antwort gestanden: „Im Wesentlichen gibt es hier drei Kreditvarianten. 1. Ein Modernisierungsdarlehen, das nicht über ein Grundpfandrecht besichert wird. Hier ist die maximale Darlehenssumme in der Regel begrenzt (in unserem Haus 75.000 Euro). Diese Darlehen werden im Regelfall in einer festen Laufzeit zurückgeführt und können auch für Mieter interessant sein, da der Besitz von Eigenheim nicht zwingend erforderlich ist. 2. Eine im Regelfall günstigere Variante ist ein grundpfandrechtlich gesicherter Kredit. Voraussetzung ist hier der Besitz von Eigentum. Es ist hier erforderlich, dass für den Kreditbedarf eine Grundschuld eingetragen werden kann. 3. Bei energetischen Sanierungen kann auch ein zinsgünstiges Darlehen der KfW in Frage kommen. Dabei gibt es bestimmte Kriterien an die Art der Maßnahmen und die Ausführung der Maßnahmen zu erfüllen. Die Beratung und Beantragung dieser Darlehen erfolgt über die Hausbank.“

Bei der Wahl des Kredits sollte der Kreditnehmer laut unserem Experten seine Ziele und Wünsche kennen. „Wichtig ist dabei die tragbare Rate und die gewünschte Laufzeit des Kredites. Zu berücksichtigen sind aber auch Wünsche zur Flexibilität“, so Florian Kull. Fragen wie beispielsweise zu möglichen Sondertilgungen innerhalb der Kreditlaufzeit müssen vor Kreditabschluss geklärt werden, so dass es in jedem Fall sinnvoll sei, sich vor Ort bei seiner Bank beraten zu lassen. Diese berät in der Tat nicht nur zu den hauseigenen Kreditvarianten, sondern auch zu den verschiedenen Darlehensmöglichkeiten der KfW-Bank. „Es gibt verschiedene Varianten der KfW, die bei einem Umbau genutzt werden können“, erläutert Herr Kull. „Die aktuell bedeutendsten Varianten sind das Programm «Energieeffizient sanieren» und das Programm «Altersgerecht umbauen». Die Beantragung dieser Darlehen läuft über die Hausbank. Die Vergabe dieser Darlehen ist dran geknüpft, dass die durchgeführten Maßnahmen den Rahmenbedingungen des Programms entsprechen und auch entsprechend nachgewiesen werden können. Weiterhin ist die Durchführung durch Fachpersonal erforderlich. Wenn diese Kriterien erfüllt werden, dann kann die Finanzierung über die KfW ein sehr interessanter Baustein sein.“

Anzeigen
Anzeigen