5 Sukkulenten: Für ein grünes Zuhause auch ohne grünen Daumen

Sukkulenten, richtig in Szene gesetzt, machen ganz schön was her. Fotos: Pixabay (public domain)
Wer nicht über einen sogenannten "Grünen Daumen" verfügt, der muss trotzdem nicht zwingend auf Plastikblumen zurückgreifen. Mit wenig Pflege kommen die meisten Sukkulenten, zu denen auch alle Kakteen gehören, aus. Das Repertoire dieser Pflanzen ist sowohl in Form und Farbe groß. Fünf davon stellen wir hier einmal kurz vor.

Zu den Sukkulenten zählen verschiedene Pflanzen, die in der Lage sind, Wasser zu speichern und so auch Trockenperioden zu überstehen. Dazu gehören alle Kakteen, aber auch viele Affodillgewächse (unter anderem die Aloe), Wolfsmilchgewächse und Orchideenarten. Zu den einheimischen Sukkulenten zählen der Hauswurz und der Mauerpfeffer aus der Familie der Dickblattgewächse. Im Innenbereich sind die Echeverien sehr beliebt.

Viel Licht und wenig Wasser

Für Innenräume sind nicht alle Sukkulenten geeignet, da ihr Lichtanspruch sehr hoch ist. Diejenigen, die für Innenräume geeignet sind, lieben einen hellen Standort, einige sogar sehr sonnige Plätze am Südfenster. Was Sukkulenten gar nicht mögen, ist Staunässe. Daher werden sie immer nur dann gegossen, wenn das Substrat zumindest oberflächlich abgetrocknet ist. Alles andere führt zu Wurzelfäule und bedeutet das Ende der Pflanze.

Aloe Vera

Als Wüstenpflanze ist die Aloe Vera sehr genügsam – sie wird auch „Lilie der Wüste“ genannt. Sie mag es gerne sehr sonnig und warm, ist ansonsten aber anspruchslos.

Am besten aufgehoben ist die Aloe an einem hellen und sonnigen Fenster, das nach Süden ausgerichtet ist. Als Substrat benötigt sie einen nährstoffreichen, mineralischen, aber eher humusarmen Boden. Gut geeignet sind spezielle Kakteen- oder Sukkulentenerden, die wasserdurchlässig sind. Staunässe sollte wie bei allen Sukkulenten unbedingt vermieden werden.

Bei richtiger Pflege ist die Vermehrung der Aloe simpel: Die Pflanze bildet Kindel als auch Wurzelausläufer, die dann im Frühjahr von der Mutterpflanze getrennt werden können. Dazu sollten sie mindestens fünf Zentimeter groß sein. Der Pflanztopf sollte nicht zu klein gewählt sein, da Aloe zu starkem Wachstum neigt.

Bogenhanf

Der Bogenhanf (Sansevieria trifasciata) ist ein Klassiker unter den Robustpflanzen. Früher gern als Oma-Pflanze verschrien, kommt er heute mit seinen schwertförmigen und nach oben gerichteten Blättern auch in modernen Räumen wieder zur Geltung.

Ans Gießen stellt der Bogenhanf als Wüstenpflanze keinerlei Ansprüche – einmal im Monat ist ausreichend. Und auch viel Licht braucht er nicht, er gedeiht auch an schattigen Standorten. Dann wächst er allerdings sehr langsam und eher in die Höhe als in die Breite. Einen weiteren Pluspunkt kann der Bogenhanf für sich verbuchen: Er entfernt Benzol, Formaldehyd, Trichlorethylen und Xylol aus der Luft und sorgt so für ein hervorragendes Raumklima.

Flammendes Käthchen

Schon seit langem ist das Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana) nicht mehr aus den heimischen Wohnzimmern wegzudenken. Alles was sie braucht ist ein heller, aber nicht sonniger Standort und einmal die Woche Wasser.

Flammendes Käthchen Sukkulente Kalanchoe Foto: Pixabay (public domain)

Ihre Blüte dauert sechs bis acht Wochen. Häufig blühen die Pflanzen nur einmal. Das liegt daran, dass die Kalanchoe zu den Kurztagspflanzen gehören und ihre natürliche Blütezeit in den Wintermonaten haben.

Wer den Aufwand nicht scheut, kann das Flammende Käthchen aber sicherlich auch zu einer jährlichen Blüte überreden. Dazu muss für die Pflanze ab November der Kurztag vorgetäuscht werden: Maximal neun Stunden Licht am Tag bei etwa 16 bis 18 Grad Celsius sind ideal. Entweder man stellt die Blume dafür in einen Schrank oder stülpt einfach einen Eimer oder einen Karton über sie. Das ganze Prozedere sollte über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen durchgeführt werden. Dann sollte einer erneuten Blüte nichts mehr im Wege stehen.

Nach der Blüte sollte das Flammende Käthchen übrigens gestutzt werden, da sie zu Höhenwachstum und Verkahlung neigt. Den Abschnitt braucht man nicht wegwerfen. Er eignet sich, wie bei den meisten Sukkulenten, hervorragend für die Vermehrung über Kopfstecklinge. Zwei bis drei Blattpaare sollten dazu erhalten sein. Auch mit einzelnen Blättern kann man eine Vermehrung versuchen, indem man sie einfach auf feuchtes Substrat legt.

Geldbaum

Der zu den Dickblattgewächsen gehörende Geldbaum (Crassula ovata) wird auch „Pfennigbaum“ oder „Glücksbaum“ genannt. Er wird zwischen 50 und 100 Zentimetern groß und freut sich über einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Gießen darf man den Geldbaum nicht zu sehr, weil er sonst schnell im wahrsten Sinne des Wortes schlapp macht. Meist wirft er bei zu viel Nässe erst die Blätter ab, später wird der gesamte Baum weich und schlaff und ist dann nicht mehr zu retten.

Um auch im kommenden Jahr Glück zu bringen, überwintert der Geldbaum bei um die zehn Grad Celsius an einem hellen Standort. Eine Vermehrung des Geldbaums ist wie beim Flammenden Käthchen über Kopfstecklinge und einzelne Blätter möglich.

Haworthia

Eine weitere Sukkulente, die gut in moderne Ambiente passt, ist die Haworthia fasciata. Sie ist gekennzeichnet durch ihre langen, schmalen Blätter, die einer Rosette gleich angeordnet sind.

Die Haworthia kommt gut an halbschattigen bis hellen Standorten zurecht. Direkte Sonne lässt hingegen ihr sattes Grün ausbleichen, so dass ihr Muster kaum noch zu sehen ist.

Staunässe ist auch bei dieser Sukkulente zu vermeiden, allerdings braucht sie schon etwas mehr Wasser. Völlig austrocknen sollte das Substrat nie. Mit etwas Glück bildet die Haworthia an den Seitensprossen Wurzeln. Dann kann man diese einfach abnehmen und direkt wieder in ein wasserdurchlässiges Substrat setzen und wie die Stammpflanze pflegen. Haben die Seitensprossen noch keine Wurzeln gebildet, lässt man die Sprossen zunächst einige Tage abtrocknen und verfährt dann ebenso.

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